Auch die größeren Flüsse laufen voll

Hochwasser-Ticker: Die Hochwasser-Pegel am Rhein steigen weiter

Dass in den vergangenen Tagen mit Ausnahme des Nordens flächendecken 30 bis 70 Liter pro Quadratmeter gefallen sind - und in Spitzen im Schwarzwald und in den Alpen bis zu 150 Liter, merkt man an den Pegeln der Flüsse. Die Hochwasserlage hat ihren Höhepunkt fast überall überschritten, die kleineren Flüsse zeigen fallende Tendenz, in den größeren Flüssen muss das Wasser jedoch erst noch ablaufen. 

Die Pegelstände des Rheins sind in Nordrhein-Westfalen und Hessen weiter angestiegen. Laut Hochwassermeldedienst hat der Fluss am frühen Donnerstagmorgen in Duisburg-Ruhrort 8,32 Meter erreicht. In Köln lag der Pegelstand bei 7,9 Metern und in Düsseldorf bei 7,16 Metern.

​An einer Messstelle in der Nähe von Wiesbaden waren am Donnerstagmorgen laut Hochwassermeldedienst 5,49 Meter registriert worden. Bereits am Mittwoch hatten Uferbereiche in dem zu Wiesbaden gehörenden Stadtteil Mainz-Kostheim unter Wasser gestanden.

Unglaubliche Fotos vom Hochwasser finden Sie in unserer Bildergalerie.

Mehr Infos finden Sie dazu in unserem Wetterbericht.

Die schlimmsten Hochwasser in Deutschland.

06.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: Der Rhein führt Hochwasser, die Wiesen bei Köln-Kasselberg sind überflutet. Foto: Henning Kaiser/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Rhein führt Hochwasser, die Wiesen bei Köln-Kasselberg sind überflutet. © dpa, Henning Kaiser, hka lop
05.02.2020, Hessen, Wiesbaden: Ein Anlegesteg ist im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim überflutet. Der Rhein-Uferbereich in dem Stadtteil der Landeshauptstadt ist teilweise überflutet, aber noch für Fußgänger und Radfahrer passierbar. Foto: Andrea
Ein Anlegesteg ist im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim überflutet. © dpa, Andreas Arnold, arn cul

Mittwoch, 20:30 Uhr: Lage entspannt sich

Bisher sieht es ruhig aus und die Lage entspannt sich in den meisten überschwemmten Gebieten. Am Rhein wird der Höchststand am Donnerstag um 6 Uhr morgens erwartet. Ob der Schifffahrtsbetrieb eingestellt werden muss, werden wir Morgen vermelden.
Wir verabschieden uns und wünschen eine halbwegs trockene Nacht.

Mittwoch, 14:30 Uhr: Per Umweg zum DFB-Pokalspiel

 Die Stadtautobahn A620 ist in der Nacht auf Dienstag 04.02.2020 zwischen der Luisenbrücke und der Bismarckbrücke in Saarbrücken wegen Hochwasser in beide Richtungen gesperrt worden. Die Saar ist aufgrund starker Regenfälle in den letzten Tagen über
Die Stadtautobahn A620 ist noch bis Morgen gesperrt. © imago images/Becker&Bredel, BeckerBredel via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die saarländische Polizei bittet Fußball-Fans vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem Karlsruher SC die wegen Überflutung gesperrte Autobahn 620 zu meiden. Die Stadtautobahn bleibt noch bis Morgen gesperrt, da es Probleme bei der Entwässerung gibt.

Mittwoch, 14:02 Uhr: Bonn sperrt Gefahrenzone

Die Stadt plant die Sperrung des Rathenauufers am frühen Nachmittag zwischen der ersten und zweiten Fährgasse. Dort abgestellte Autos werden abgeschleppt. Der Pegel liegt bei knapp 7 Metern und steigt weiterhin rasant. Mehrere Fährbetriebe mussten bereits den Betrieb einstellen, um Unfälle mit Treibholz zu vermeiden.

Mittwoch, 13:30 Uhr: In Trier fällt der Pegel langsam

Der Pegel der Mosel sinkt in Trier langsam und gibt das Land wieder frei. Leider auch sehr viel angeschwemmten Müll und Unrat.

Mittwoch, 12:52: Hochwasser bildet See um Donauwörth

Im bayrischen Donauwörth laufen die Auffangpolder voll und bilden rund um die Stadt einen See. Das Wasser kann momentan nirgendwo ablaufen. 

Dienstag, 20:36 Uhr: So sieht Hochwasser auch ganz hübsch aus

Mit einem schönen Bild von Twitter-User Stephan Zyt. verabschieden wir uns für heute aus dem Hochwasser-Ticker. Das Foto zeigt das Ausmaß des Hochwassers an der Blies im Saarland.

Dienstag, 17:54 Uhr: Kölner erwarten nur kleinere Einschränkungen

Da auch der Main, der bei Mainz in den Rhein mündet, unterhalb Würzburg noch lange steigen wird, wälzt sich in den nächsten Tagen - trotz trockenen Wetters - einiges an Wasser auch Richtung Köln. Dort wird am Mittwoch die 7-Meter-Marke überschritten, am Donnerstag kann sogar die 8-Meter-Marke fallen. 

Dienstag, 16:42 Uhr: Die Mosel-Pegel steigen weiter

An der Mosel hat Trier den Höchststand mit 9 Metern zwar so gut wie erreicht, aber in Cochem erreicht der Fluss erst nach Mitternacht den Höchststand. Koblenz ist dann am späten Mittwoch dran. 

Dienstag, 14:30 Uhr: Schäden von Sturmtief „Petra“ halten sich in Bayern in Grenzen

Umgestürzte Bäume, überflutete Straßen, ausgefallene Züge: Das Sturmtief „Petra“ hat in Bayern seine Spuren hinterlassen - allerdings sind diese nicht so heftig wie teils befürchtet. Hauptsächlich konnten Bäume, Verkehrszeichen oder Bauzäune dem Wind nicht standhalten und stürzten auf Straßen, wie es von den Polizeieinsatzzentralen in ganz Bayern am Dienstag hieß.

In den meisten Regionen seien aber mehr Einsätze erwartet worden. So kam es beispielsweise im Landkreis Passau am Dienstagvormittag zu elf witterungsbedingten Polizeieinsätzen, hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume; eine Person wurde bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt.

Bei Ingolstadt wurden die Bundesstraße 16 und die Staatsstraße 2020 im Bereich Neu-Ulm (Landkreis Neu-Ulm) gesperrt, wie Polizeisprecher in Oberbayern und Schwaben mitteilten. Größere Straßen waren nicht beeinträchtigt. Auch im nördlichen Bayern hätten nasse Straßen zu kleineren Verkehrsunfällen geführt, sagte die Polizei in Unterfranken. Verletzte gab es dabei nicht. 

Bäume auf Gleisen und Äste in der Oberleitung sorgten in zehn bayerischen Regionen für Verspätungen und einzelnen Zugausfällen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am Dienstag mitteilte. Schwerpunkte waren Hochlagen, die dem starken Wind ausgesetzt waren. Bahn-Mitarbeiter seien die Nacht über im Einsatz gewesen, um die Probleme zu beheben. Unter anderem kam es zu Streckensperrungen zwischen den Bahnhöfen Schaftlach und Holzkirchen sowie Fischbachau und Bayrisch Zell. Die Münchner S-Bahn sperrte am Dienstag den Streckenabschnitt zwischen Erding und Markt Schwaben, wegen einer kaputten Oberleitung. 

Der Starkregen ließ auch die Flüsse im Freistaat anschwellen, mit größeren Überschwemmungen rechnete der  Hochwassernachrichtendienst am Dienstag aber nicht.Lediglich in Unterfranken könnten die Pegelstände Weilbachs im Laufe des Tages steigen und die höchste Meldestufe vier auslösen.  

Dienstag, 13:25 Uhr: Mosel: Ein Hochwasser, wie es alle zwei bis fünf Jahre vorkommt

Die Mosel wird am Pegel Trier laut Hochwassermeldezentrum Rheinland-Pfalz am Dienstagabend mit knapp unter neun Metern den Höchststand erreichen - das sind rund 5,50 Meter über normal.

Danach gingen die Wasserstände dort zurück, sagte ein Sprecher. Es handele sich um ein Hochwasser, wie es alle zwei bis fünf Jahre vorkommen.

Ein großes Mosel-Hochwasser kam im Januar 2003 auf 9,81 Meter am Pegel Trier.

Beim „Jahrhunderthochwasser“ 1993 waren es 11,28 Meter.

Der Blick richtet sich am Mittwoch vor allem auf Koblenz, hieß es vom Hochwassermeldezentrum. Dort kommen die Wassermassen vom Rhein und Mosel zusammen:

04.02.2020, Rheinland-Pfalz, Ürzig: Das Hochwasser der Mosel hat die B53 in Ürzig überschwemmt. Zahlreiche Straßen entlang des Flusses sind abschnittweise überflutet und für den Verkehr gesperrt. Foto: Harald Tittel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
04.02.2020, Rheinland-Pfalz, Ürzig: Das Hochwasser der Mosel hat die B53 in Ürzig überschwemmt. Zahlreiche Straßen entlang des Flusses sind abschnittweise überflutet und für den Verkehr gesperrt. © dpa, Harald Tittel, cul

Dienstag, 12:30 Uhr: Steigende Pegel von Mosel und Rhein - Koblenz rüstet sich

04.02.2020, Rheinland-Pfalz, Koblenz: Feuerwehrleute bauen am Rheinufer des Stadtteils Neuendorf eine mobile Hochwasserschutzmauer auf. Ihre erfolgreiche Bewährungsprobe hatte die in den vergangenen Jahren fertiggestellte mobile Mauer beim Hochwasser
04.02.2020, Rheinland-Pfalz, Koblenz: Feuerwehrleute bauen am Rheinufer des Stadtteils Neuendorf eine mobile Hochwasserschutzmauer auf. © dpa, Thomas Frey, tfr cul

Angesichts steigender Pegelstände von Rhein und Mosel hat die Feuerwehr in Koblenz am Dienstagmorgen mit dem Aufbau einer mobilen Hochwasserwand begonnen.

Geplant war, den ersten und zweiten von drei unterschiedlich hohen Abschnitten zu errichten, wie die Berufsfeuerwehr mitteilte. Grundsätzlich wird ab einem erwarteten Koblenzer Pegelstand von 4,50 Meter der erste und ab 6,50 Metern der zweite Abschnitt aufgebaut. Der dritte käme erst ab einem erwarteten Pegelstand von 7,50 Metern infrage.

Am Dienstagvormittag überschritt der Pegelstand in Koblenz 4,40 Meter. „Der Normalwert liegt bei 2,30 bis 2,50 Metern“, sagte die Feuerwehrsprecherin.

Dienstag, 11:50 Uhr: Update Hochwasser Bayern

Der Starkregen hat die Flüsse im Freistaat anschwellen lassen. Zu großen Überschwemmungen werde es aber wohl nicht kommen, teilte der Bayerische Hochwassernachrichtendienst am Dienstag mit. Lediglich in Unterfranken könnten die Pegelstände des Muds und des Weilbachs im Laufe des Tages steigen und die höchste Meldestufe vier auslösen.

An der gesamten Donau hingegen bleibe es laut Vorhersage bei kleinerem Hochwasser. Zwar werde der Donau-Pegel im Laufe des Tages noch steigen, die Meldestufe drei von vier aber lediglich im Raum Kelheim und eventuell in Neuburg erreicht.

An der Paar, der Schmutter und in Harbug könnte es ebenfalls zu einzelnen Überflutungen kommen. 

In den Alpen und im Voralpenland fallen die Pegel bereits wieder. Auch an den Oberläufen der Flüsse im Maingebiet seien die Hochwasserscheitel schon überschritten, lediglich an den Unterläufen könnten noch land- und forstwirtschaftliche Flächen überschwemmt werden. Da der Regen nachgelassen hat und es in den Bergen schneit, deutet sich eine Entspannung der Hochwasserlage in Bayern an.

Dienstag, 11:15 Uhr: Lawinengefahr steigt

Die Schneefälle in den Bergen entschärfen die Hochwasserlage ein bisschen. Aber es gibt Schneeverwehungen und die Lawinengefahr in den Alpen steigt.

04.02.2020, Hessen, Willingen: Bei starkem Schneefall fahren Autos über eine Straße bei Willingen. Ein Schild weist eine Höhe von 610 Metern über Normal Null aus. Foto: Uwe Zucchi/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
04.02.2020, Hessen, Willingen: Bei starkem Schneefall fahren Autos über eine Straße bei Willingen. © dpa, Uwe Zucchi, cch axs

Dienstag, 10:15 Uhr: Polizeisprecher in Bernkastel-Kues zu aktuellen Straßensperrungen wegen des Hochwassers

Bernkastel
In Bernkastel-Kues spitzt sich die Lage zu.

Steigende Pegelstände an der Mosel haben am Dienstag für kräftige Überschwemmungen gesorgt. Zahlreiche Straßen sind überflutet, viele Keller stehen unter Wasser. Und: „Das Hochwasser steigt weiter, es wird noch kritisch werden“, sagte ein Sprecher der Polizei in Bernkastel-Kues am Dienstag.

Nachdem in der Nacht hunderte Einsatzkräfte im Kreis Trier-Saarburg im Einsatz waren, erreichen die Wassermassen nun die Mittelmosel: „Wir machen nach und nach die Straßen dicht.“ 

Die Ortsdurchfahrt Kues in Bernkastel-Kues laufe zu, auch Zeltingen sei schon gesperrt. Der Polizeisprecher ging davon aus, dass von dem Hochwasser hunderte Keller betroffen sein würden. „Die Anwohner sind aber darauf eingestellt.“ Die Lage sei überschaubar.  Der Pegel lag in Trier am Dienstagmorgen bei gut 8,60 Metern - das sind mehr als fünf Meter über normal.

Im Laufe des Tages sollte der Scheitelpunkt erreicht werden: Danach seien sinkende Pegelstände vorhergesagt, sagte ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums Rheinland-Pfalz.

Dienstag, 09:50 Uhr: Bis zu Hochwasser-Meldestufe 4 in Bayern

Der Hochwassernachrichtendienst in Bayern sieht auf Grund des Dauerregens bayernweit ein kleines Hochwasser. Im alpinen und voralpinen Raum sind die Scheitel bereits erreicht, im Donauraum und nördlich der Donau hingegen steigen die Pegel noch.

In Unterfranken kann der Pegel Weilbach/Mud heute Vormittag Meldestufe 4 erreichen.

Den aktuellen Niederschlag sehen Sie aktuell im Regenradar. In höheren Lagen fällt Schnee

Dienstag, 09:20 Uhr: Update Hochwasser: Mosel-Pegel steigt weiter

Bayern: Die Pegel der Flüsse am Alpenrand fallen seit etwa Mitternacht, an der oberen Donau bildet sich eine kleine Hochwasserwelle, die heute und morgen Richtung Passau schwappt und im Bereich Kehlheim heute Nacht/morgen früh deutlich über die Meldestufe drei ansteigen wird.

Kleinere Flüsse und Bäche sind im ganzen Land sind teilweise stark angestiegen. Da der Regen erstens nachgelassen hat und zweitens bis unter 500 Meter in Schnee übergegangen ist, werden keine neuen Anstiege erwartet.

Baden-Württemberg: Da auch im Schwarzwald bereits der Regen in Schnee übergegangen ist, entspannt sich die Lage recht schnell, an den Unterläufen der Flüsse (Neckar) wird der Scheitel bis spätestens Mittag erreicht (wir liegen meist im Bereich von 2 bis 5 jährlichen Hochwasser)

Mosel/Saar: Hier stiegen die Pegel derzeit noch weiter, Trier hat 8,60 Meter erreicht und wird noch bis knapp 9 Meter steigen. Der Höhepunkt wird mittags oder am frühen Nachmittag erreicht. In Cochem steigt der Pegel noch bis in den Abend. In Saarbrücken ist die Stadtautobahn gesperrt.

04.02.2020, Saarland, Saarbrücken: Leitplanken der Autobahn A620, die durch die Innenstadt von Saarbrücken führt, ragen aus dem Hochwasser. In der Nacht ist die Saar über die Ufer getreten. Foto: Oliver Dietze/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
04.02.2020, Saarland, Saarbrücken: Leitplanken der Autobahn A620, die durch die Innenstadt von Saarbrücken führt, ragen aus dem Hochwasser. In der Nacht ist die Saar über die Ufer getreten. © dpa, Oliver Dietze, odi cul

Dienstag, 09:00 Uhr: Straßen überflutet, Dorf überschwemmt

Steigende Pegel und Dauerregen: Vor allem den Südwesten Deutschlands treffen die Wassermassen. Bei Trier wurde der Ortskern der Gemeinde Aach überschwemmt. Die Rettungskräfte sind im Dauereinsatz.

Im Konzer Ortsteil Oberemmel trat ein Weiher über das Ufer, von den Wassermassen wurden Menschen in einem Haus eingeschlossen, die Feuerwehr rettete sie in der Nacht. An vielen Stellen in dem Kreis sperrten Einsatzkräfte überschwemmte Bundes- und Landstraßen. Insgesamt 440 Kräfte waren im Einsatz. Die Bahnstrecke zwischen Perl und Trier war am Dienstagmorgen nicht befahrbar.

Nach kräftigen Regenfällen steigen die Wasserstände an der Mosel kräftig an: Am frühen Dienstagmorgen lag der Pegelstand Trier nach Angaben des Hochwassermeldezentrums bei über 8,40 Metern, die Tendenz war weiter steigend. Der normale Pegelstand liegt in Trier bei etwa 3,25 Metern.

In Saarbrücken sperrte die Polizei am frühen Morgen die Stadtautobahn.

Orkanartige Böen und ergiebiger Dauerregen führten auch in Teilen Baden-Württembergs zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr. In Stetten am kalten Markt bei Sigmaringen fiel ein Baum auf ein Wohnhaus, durchschlug das Dach und beschädigte drei Autos. Der Schaden beträgt laut Polizei etwa 60.000 Euro.

Dutzende Male mussten Feuerwehr und Polizei in Freiburg und Umgebung ausrücken. Am Morgen twitterte die Polizei: „Das Unwetter hält Einsatzkräfte in Atem. Im gesamten Präsidiumsbereich kommt es durch umgestürzte Bäume zu Gefahren im Straßenverkehr - wir bitten um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme. Bitte meidet die Dämme der größeren Flüsse in unserer Region.“

Auch im Kreis Waldshut seien die Einsatzkräfte ziemlich beschäftigt gewesen: Der Wind habe Ziegel von zwei Häusern abgedeckt und zahlreiche Bäume und Bauzäune umgestürzt.

Die Polizei in Karlsruhe berichtete von umgestürzten Bäumen, vereinzelt waren kleinere Straßen überschwemmt und Keller überflutet.

In Stuttgart fiel ein Baum auf ein Auto. Verletzte gab es den Angaben zufolge zunächst nicht.

04.02.2020, Saarland, Saarbrücken: Leitplanken der Autobahn A620, die durch die Innenstadt von Saarbrücken führt, ragen aus dem Hochwasser. In der Nacht ist die Saar über die Ufer getreten. Foto: Oliver Dietze/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
04.02.2020, Saarland, Saarbrücken: Leitplanken der Autobahn A620, die durch die Innenstadt von Saarbrücken führt, ragen aus dem Hochwasser. In der Nacht ist die Saar über die Ufer getreten. © dpa, Oliver Dietze, odi cul

Dienstag, 07:00 Uhr: Wegen Überflutung - zahlreiche Einsätze in der Nacht

Im Süden und Südwesten Deutschlands haben teils orkanartige Böen und teils ergiebiger Dauerregen für zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. In der Gemeinde Aach bei Trier wurde der Ortskern in der Nacht auf Dienstag von einem Bach überschwemmt, wie ein Sprecher der technischen Einsatzleitung des Landkreises sagte.

Südlich von Trier in Konz wurden Teile eines Hauses überflutet. Dabei wurden mehrere Menschen eingeschlossen, die Feuerwehr befreite sie. Im ganzen Landkreis Trier-Saarburg sperrten Einsatzkräfte überschwemmte Bundes- und Landesstraßen, zudem lief Wasser in mehrere Gebäude. In Saarbrücken sperrte die Polizei am frühen Morgen einen Abschnitt der Stadtautobahn.

In Bayern und Baden-Württemberg gab es der Polizei zufolge zunächst nur kleinere Probleme. In zahlreichen Regionen wurden umgestürzte Bäume gemeldet, vereinzelt waren kleinere Straßen überschwemmt. In der Region Freiburg hatte der Wind Ziegel von zwei Häusern abgedeckt. Für den Morgen und den Vormittag ging die Polizei aber in vielen Regionen noch von einer zunehmenden Zahl an Einsätzen aus.

Dienstag, 07:00 Uhr: Höchste Böen von Sturmtief „Petra“

Berge:

Feldberg/Schw.: 144 km/h

Zugspitze: 144 km/h

Hohentwiel: 141 km/h


Tiefere Lagen:

Altenstadt: 122 km/h

Uhldingen/Bodensee: 120 km/h

Scheidegg/Allgäu: 120 km/h

Dienstag, 06:00 Uhr: Schnee statt Regen - bis zu 20 cm Neuschnee

Fichtelberg: 20 cm

Wasserkuppe: 10 cm

Kahler Asten: 5 cm

Thüringer Wald: 6 bis 9 cm

Feldberg/Taunus: 2 cm

Hof, Chemnitz, Aue: 1 cm

Das waren die Meldungen vom 3. Februar: 19:00 Uhr: Die amtlichen Hochwasserdienste sehen die Lage wie folgt:

Allgäu/Alpenrand:
Derzeit am meisten betroffen, die Pegel der Iller steigen noch weiter an und werden voraussichtlich am Abend (Sonthofen) bzw gegen Mitternacht (Kempten ) ihren Höchstwert im Bereich der oberen Meldestufe drei (von vier) erreichen – kleinere Flüsse am Alpenrand haben Meldestufe drei bereits erreicht.

Schwarzwald/Baden-Würrtemberg:
Die höchsten Pegel der kleineren Flüsse liegen im Bereich knapp unterhalb eines 10 jährlichen Hochwassers. Neckar, obere Donau und Oberrhein werden die Hochwassermeldehöhen spätestens im Laufe der Nacht erreichen, Schifffahrt dort eingeschränkt bis nicht mehr möglich – Höchststand in Karlsruhe knapp unterhalb von 8 Meter Dienstagnachmittag, in Heidelberg etwas früher.

Mosel/Saar:

Dort sehen wir das größte Hochwasserpotential für Dienstag am Tage, denn die kräftigen Regenfälle der kommenden Nacht werden hier nochmal ein kräftiges Steigen der Pegel verursachen. In Trier werden laut HWZ morgen mittags knapp 9 Meter erreicht – das wäre dann schon ein größeres Hochwasser, Cochem erreicht der Scheitel frühestens Dienstagabend.

18:30 Uhr: Umweltministerium warnt

Wegen steigender Pegelstände an Mosel und Saar bereiten sich Kommunen auf das Hochwasser vor. Das Umweltministerium gab eine erste Warnung heraus. 

17:50 Uhr: Schifffahrt auf der Mosel bei Trier eingestellt

Wegen steigender Pegelstände an Mosel und Saar bereiten sich Kommunen auf Hochwasser vor. Erste Straßen an der Mittelmosel waren am Montagmittag bereits überflutet und wurden gesperrt.

Der Pegelstand Trier liegt jetzt bei über 6,95 Metern - das sind gut drei Meter über dem mittleren Wasserstand, wie ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums Rheinland-Pfalz in Mainz sagte. Laut Vorhersage sollten am Dienstagmorgen in Trier die acht Meter überschritten werden. Die Schifffahrt auf der Mosel wird ab 6,95 Metern am Pegel Trier eingestellt, dies erfolgte am Montag. Der normale Pegelstand liegt in Trier bei etwa 3,25 Meter. 

17:15 Uhr: Höchststand des Rheinpegels in Köln am Donnerstag erwartet

Der Rheinpegel bei Köln wird bis Donnerstag deutlich steigen und mit rund 8 Metern seinen Höchststand erreichen. Das prognostizieren Experten des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Köln. Der hohe Pegelstand werde in den kommenden Tagen zu Einschränkungen im Schiffsverkehr führen. Zudem müssen sich Nutzer einiger Parkplätze und Wege am Rheinufer auf Sperrungen einstellen.

Für Dienstagmorgen wurde ein Wert von etwa 5,10 Metern erwartet. Normalerweise liege der Pegel bei ungefähr 3,23 Metern, teilen die Stadtentwässerungsbetriebe mit. Ab 8,10 Metern werde die Promenade der Altstadt geflutet. Führe der Rhein noch einmal 20 Zentimeter mehr Wasser, müsse der Schiffverkehr komplett eingestellt werden. 

16:45 Uhr: Die stündlichen Regenmengen sind etwas zurück gegangen

Die höchste stündliche Niederschlagsmenge wurde heute in Waakirchen-Demmelberg in Bayern mit 12,7 Liter gemessen. Knapp dahinter landete der Feldberg im Schwarzwald mit fast 12 Litern. Ab dem Mittag wurden "nur" noch stündliche Regenmengen um die 5 Liter gemessen.

15:55 Uhr: Auch am Rhein steigt der Pegel

Der Rhein bei Karlsruhe sollte seinen höchsten Stand am Dienstag erreichen. Für den Pegel Maxau prognostizierte die HVZ einen maximalen Stand zwischen etwas über 7,00 Metern und knapp 8,00 Metern. Ab 7,50 Metern wird die Schifffahrt unterbrochen.

Auch der Wasserstand des Neckars in Heidelberg soll sich bis Dienstag weiter erhöhen.
 
An der Mosel stiegen die Pegelstände ebenfalls: Am Montagvormittag lag der Wasserstand am Pegel Trier bei mehr als 6,50 Metern - das sind laut Hochwassermeldezentrum Rheinland-Pfalz gut drei Meter über dem mittleren Wasserstand.

15:50 Uhr: Bäume im Gleis der Renchtalbahn bei Oppenau

Bei Oppenau (Ortenaukreis) stürzten nach Angaben der Bundespolizei am Montag Bäume auf die Gleise der Renchtalbahn. 

15:10 Uhr: Hochwasser auch im Ortenaukreis rund um Baden-Baden

Baden-Baden geht baden: Auch aus dem Ortenaukreis werden Hochwasser gemeldet. Die Pegel von Acher und Rench stiegen, Keller liefen voll, die Feuerwehr musste ausrücken und Straßen wurden gesperrt. Auch im Kreis Karlsruhe treten Flüsse und Bäche über die Ufer. 

14:57 Uhr: Hochwasser- und Unwetterwarnungen +++ Sperrung der Stadtautobahn Saarbrücken

03.02.2020, Kobern-Gondorf: Ein Schild warnt vor einer Unterführung vor dem Moselhochwasser. Nach kräftigen Regenfällen steigen die Pegelstände an der Mosel. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die Mosel steigt und steigt. © dpa, Thomas Frey, tfr cul

Wegen der starken Regenfälle bestehen weiterhin Hochwasser- und Unwetterwarnungen im Süden Deutschlands. In Südbayern und im Bayerischen Wald liefen Keller voll, Straßen wurden gesperrt. In exponierten Lagen kann es wegen des vielen Wassers zu Erdrutschen kommen. 

Aber nicht nur Bayern ist betroffen: Auch an Mosel und Saar steigen die Pegel. Erste Straßen an der Mittelmosel wurden am Montagmittag geflutet und gesperrt, so die Polizei. In Saarbrücken wird die Sperrung der Stadtautobahn voraussichtlich für Nachmittag vorbereitet. 

14:39 Uhr: Schneeschmelze in Vogesen befeuert das Mosel-Hochwasser

03.02.2020, Dieblich: Eine ufernahe Wiese ist vom Moselhochwasser überflutet. Im Hintergrund sind Kobern-Gondorf und die Oberburg zu sehen. Nach kräftigen Regenfällen steigen die Pegelstände an der Mosel. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Hochwasser an der Untermosel, hier bei Dieblich unweit vom Deutschen Eck in Koblenz. © dpa, Thomas Frey, tfr cul

Grund der Überflutungen an der Mosel sind vor allem starke Niederschläge und Schneeschmelze unter anderem in Frankreich in den Vogesen, wo die Mosel entspringt. In Luxemburg fahren viele Fähren schon nicht mehr. 

Grund sind vor allem starke Niederschläge und Schneeschmelze unter anderem in Frankreich in den Vogesen, wo die Mosel entspringt. In Luxemburg fahren viele Fähren schon nicht mehr. 

14:03 Uhr: Schlammlawine in Simonswald (Baden-Württemberg)

03.02.2020, Baden-Württemberg, Simonswald: Ein Bagger schaufelt Schlamm vor einem Haus. Nach starken Regenfällen hatten sich Erdmassen an einem Hang gelöst und das am Berg stehende Wohnhaus beschädigt. Nach Polizeiangaben entstand ein Sachschaden um
Hochwasser in Baden-Württemberg © dpa, Patrick Seeger, pse cul

Eine Schlammlawine ist in Baden-Württemberg niedergegangen. Im Örtchen Simonswald zwischen Furtwangen und Waldkirch ereignete sich das Unglück. Bilder zeigen Bagger, die den Schlamm vor einem Haus wegschaufeln. Nach starken Regenfällen hatten sich Erdmassen an einem Hang gelöst und das am Berg stehende Wohnhaus beschädigt. Nach Polizeiangaben entstand ein Sachschaden von etwa 50.000 Euro.  

13:41 Uhr: Allgäu voll betroffen - Auswirkungen auch in Augsburg

Dauerregen und Schneeschmelze führen in Süddeutschland immer mehr zu Problemen. Über 100 Liter auf dem Quadratmeter sind teilweise gefallen. Erste größere Überflutungen sind vor allem um Oberstdorf und Immenstadt zu finden. 

Auch im Kreis Augsburg hinterlässt der Dauerregen seine Spuren. In vielen Orten gilt nun schon die Hochwasserstufe 3. In Fischach in Bayern sind bereits einige Häuser und Grundstücke überflutet, die Feuerwehr ist im Einsatz. Und der Regen lässt nicht nach. 

13:06 Uhr: Erinnerungen an schlimme Hochwasser werden wach

03.02.2020, Baden-Württemberg, Simonswald: Feuerwehrmänner stehen vor an einem Haus. Es wurde von einer Schlammlawine getroffen. Nach starken Regenfällen hatten sich Erdmassen an einem Hang gelöst und das am Berg stehende Wohnhaus beschädigt. Nach Po
Ein weiteres Bild der Schlammlawine in Baden-Württemberg. © dpa, Patrick Seeger, pse

Oft ereilen uns Hochwasser ja im Sommer. Ein berühmtes Winterhochwasser gab es im Jahr 1993. Das sogenannte Rheinhochwasser oder Weihnachtshochwasser 1993 war ein Jahrhunderthochwasser des Mittelrheins und Niederrheins. Auch Mosel, Nahe und Neckar waren damals betroffen. Viele Pegelhöchststände gelten bis heute. 

Momentan steigen die Pegel an der Mosel sehr stark. Es werden Barrieren und Stege aufgebaut.

12:44 Uhr: Bahnstrecke im Allgäu wegen Hochwasser der Iller gesperrt

Wegen des Regens musste die Bahnstrecke Kempten – Immenstadt voll gesperrt werden. Auf Grund des steigenden Pegels der Iller wurde ein Hochwasserschutzwall auf der Bahnstrecke errichtet. Züge aus Oberstdorf enden derzeit in Immenstadt. Nach Lindau und Kempten geht es nur mit dem Schienenersatzverkehr weiter. Die Pegel der Flüsse im Allgäu steigen momentan weiter an.

12:24 Uhr: Lawinenwarndienst: Zum Regen kommt jetzt auch noch Lawinengefahr

Zusätzlich zum Regen drohen nun auch noch Lawinen. Die Behörden warnen vor einer erheblichen Gefahr. Als Grund werden frische Triebschneeansammlungen genannt. Deren Schneemassen können bei einer geringen Zusatzbelastung schon abgleiten. Ein einzelner Skifahrer kann also eine Lawine auslösen.

Der Lawinenwarndienst rief daher in mehreren bayerischen Gebieten die Warnstufe drei von fünf aus. Betroffen sind die Allgäuer, Ammergauer, Werdenfelser, Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen sowie die Bayerischen Voralpen.

11:29 Uhr: Von Sonthofen bis Saarbrücken sind Hochwasser-Rekorde drin

Die Iller führt am 02.06.2013 in Kempten (Bayern) Hochwasser. Starker Dauerregen am Alpenrand sorgt dafür, dass sich die Hochwasserlage an den Donauzuflüssen weiter verschärft. Foto: Stefan Puchner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
So sah es 2013 in Kempten an der Iller aus. Das blüht den Menschen eventuell auch jetzt. © dpa, Stefan Puchner

Es regnet ohne Unterlass! In Saarbrücken könnte heute Abend die Stadtautobahn überschwemmt werden. Und die Iller ist in Sonthofen auf Hochwasser-Kurs. Der Wasserstand könnte auf mehr als drei Meter steigen - normal sind etwa 50 Zentimeter. In wenigen Stunden ist die Iller um 20 Zentimeter angestiegen. 

11:05 Uhr: An manchen Orten im Schwarzwald schon 150 Liter auf den Quadratmeter gefallen

Der Schwarzwald säuft ab! In vielen Teilen Süddeutschlands regnet es nonstop! Auf der Messstation Krunkelbachhütte im Schwarzwald unterhalb des Feldbergs wurden in den vergangenen 24 Stunden knapp 150 Liter Regen auf den Quadratmeter gemessen. Mehr als 100 Liter fielen auch in Baiersbronn und in Sankt Blasien - allesamt Orte im Schwarzwald. 

10:57 Uhr: Dauerregen lässt Pegel jetzt auch in Franken steigen

Mit dem Dauerregen steigen die Pegelstände nun auch im etwas nördlicher gelegenen Franken. Zuvor waren erste Hochwasser aus Ober- und Niederbayern gemeldet worden. Betroffen sind vor allem Gebiete im Frankenwald und Fichtelgebirge sowie der Weiße Main in der Gemeinde Ködnitz (Landkreis Kulmbach). Derzeit regnet es südlich des Mains. 

10:28 Uhr: Mittlere Hochwasserlage erwartet - Mosel, Saar, Neckar betroffen

Insgesamt erwarten wir für die kommenden Tage eine mittlere Hochwasserlage. Nach der regenreichen Nacht kommt am Dienstag trockenere und wesentlich kältere Luft zu uns, damit lassen die Niederschläge nach. Am Alpenrand sinkt die Schneefallgrenze, sodass in Sachen Hochwasser morgen der Höhepunkt erreicht wird. Bis dahin werden aber viele Flüsse - auch größere - über die Ufer treten. Mosel, Neckar, Saar zum Beispiel.

10.10 Uhr: Orkanböen am Alpenrand! Heute Abend besser zuhause bleiben

 Das Sturmtief LOLITA bringt Sturm und Schnee - Unfall auf Steige, starke Schneefälle, massive Schneeverwehungen, Winterdienste im Dauereinsatz, Fußballer trotzen dem Schneesturm Schneesturm mit zeitweisen starken Schneefällen und Schneeverwehungen,
Wind und Regen, der bald schon in Schnee übergehen wird. Das erwartet uns heute und morgen. © imago images/7aktuell, 7aktuell.de | Alexander Hald via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Zu dem Hochwasser gesellt sich auch noch der Sturm! Schon heute Nacht kommt ein kleines aber intensives Sturmtief auf, das vor allem am Alpenrand Orkanböen bringen dürfte. Auf den Bergen sind dann bis 150 km/h drin, aber auch in bewohnten Gebieten kann Tempo 120 erreicht werden. Das heißt: Besser zuhause bleiben heute Abend am Alpenrand.

9:52 Uhr: Hochwasserlage wird langsam kritisch

fluss regen wasser
Kleine Bäche und Flüsse sind schon über die Ufer getreten.

Die Hochwasserlage wird langsam kritisch: An mehreren kleine Flüssen im Schwarzwald, z.B. an der Rench im Nordschwarzwald ist jetzt schon Hochwasser. Heute Abend und in der Nacht besteht Hochwassergefahr auch an Mosel und Saar. Am Dienstag werden wohl Neckar und Kocher in Baden-Württemberg vom Hochwasser getroffen. Am Mittwoch sollten die Pegel an den Oberläufen deutlich fallen, aber an den Unterläufen von Rhein, Neckar und Mosel wird es noch längere Zeit einen Anstieg geben.

Was das Wetter mit uns in den nächsten Tagen vor hat...

9:12 Uhr: Massives Tauwetter in den Alpen erschwert Hochwasserlage

Ein zweiter Schwerpunkt des Hochwassers liegt am Alpenrand, wo zum Dauerregen auch noch das Schmelzwasser aus den Alpen kommt, da dort derzeit massives Tauwetter bis über 2.000 Meter herrscht. Hier werden die Pegel tagsüber weiter steigen (Iller und viele kleine Flüsse an und südlich der Donau).

07:51 Uhr: Dauerregen und Tauwetter sorgen für Überschwemmungen

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Da kommen bis Mittwoch heftige Regenmengen zusammen.

Aufgrund starker Regenfälle wird es vor allem in Bayern und Baden-Württemberg gebietsweise zu Hochwasser und Überschwemmungen kommen. Es kann unwetterartigen Dauerregen geben. Besonders in Alpennähe könnten bei Tauwetter und Temperaturen bis 13 Grad Seen und Flüsse über die Ufer treten. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern rechnete mit Überschwemmungen im Allgäu und im östlichen Alpenbereich. Die Iller im Allgäu und an die Obere Donau in Neu-Ulm können die Warnstufe drei erreichen, was überschwemmte Keller und Beeinträchtigungen im Verkehr zur Folge haben könnte. 

7:41 Uhr: Touristen in Neuseeland sitzen wegen Überschwemmungen fest

A road is partially submerged in floodwaters in Southland, New Zealand, February 3, 2020, in this image obtained via social media. New Zealand Transport Agency via REUTERS   ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. MANDATORY
Eine überflutete Straße in Southland, Neuseeland. © via REUTERS, NEW ZEALAND TRANSPORT AGENCY, LP

Hunderte Touristen sitzen wegen heftiger Regenfälle in einem neuseeländischen Fjord fest. Die einzige Zufahrtsstraße zum Milford Sound - eine der beliebtesten Touristenattraktionen des Landes - ist teilweise überschwemmt und beschädigt, wie der Katastrophenschutz der Region am Montag mitteilte. Die insgesamt 382 Menschen, unter ihnen Urlauber, Reiseleiter und Personal, seien aber in Sicherheit. Sie befänden sich entweder in einem Hotel oder auf Booten. Es gebe ausreichend Lebensmittel für sie.