Immer mehr Hitzewarnungen

Von Spanien über Frankreich bis nach Großbritannien und zu uns

von Karim Belbachir und Carlo Pfaff

Der Hitzehammer aus der nordafrikanischen Wüste verschiebt sich weiter in nordwärts. Am Dienstag stehen 40 Grad in Frankreich, Deutschland und sogar Großbritannien auf dem Programm. Für die Briten würde das einen neuen Temperaturrekord bedeuten. Für die Waldbrandgefahr in allen Ländern sind der ausbleibende Regen keine guten Neuigkeiten.

Oben im Video: Trockenheit und Hitze lassen Europa brennen – deutsche Feuerwehrleute im Einsatz

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Neuer Hitzerekord in Großbritannien

 July 16, 2022, London, England, United Kingdom: People sunbathe next to the melting ice lollies art installation at Granary square in King s Cross as the Met Office issues its first-ever red warning over extreme heat in the UK in the coming days. Lo
In London könnte am Dienstag der Hitzerekord von 38,7 Grad gebrochen werden.

Momentan bestimmen die extreme Trockenheit in Europa und die unzähligen Waldbrände auf der Iberischen Halbinsel für Schlagzeilen. Bei den hohen Temperaturen gerade in Spanien nicht verwunderlich. Italien kämpft mit der großen Trockenheit, die auch Teile des größten italienischen Flusses, Po, austrocknen ließ und Spaniens Feuerwehrleute kaum zur Ruhe kommen ließ. Zuletzt gesellte sich unser Nachbar, Frankreich, dazu. Auch dort löschen Feuerwehrleute noch die Brände. Schwitzen ist auch in der Stadt der Liebe, Paris, angesagt. 40 Grad könnten es auch dort am Dienstag werden.

In Großbritannien könnte dann zum Hitze-Höhepunkt am Dienstag auch der Temperaturrekord fallen, der bisher noch bei 38,7 Grad liegt. Für den Großraum London sind mittlerweile 40 Grad gar nicht so unwahrscheinlich. Dort klingt die Hitze aber schnell wieder ab, denn bereits am Mittwoch gehen die Temperaturen wieder runter. Erstmals hatte auch das britische Wetteramt, Met Office vor der Hitze gewarnt. In den Ländern in Südeuropa waren sie bereits in den vergangenen Tagen rausgegangen.

Mini-Abkühlung in Spanien und Portugal

Die heiße Wüstenluft zieht aus Nordafrika über Spanien, Frankreich nach Großbritannien und auch Deutschland weiter. In Südeuropa hält die Hitzewelle weiter an. Gerade in den vergangenen Wochen ging dort die Anzeige auf dem Thermometer auf 45 Grad hoch. So hoch liegen sie in Spanien und Portugal am Mittwoch zwar nicht mehr, trotzdem sind es noch 33 bis 38 Grad. Im Landesinneren Spaniens sind vielleicht nochmal die 40 Grad möglich.

In Portugal ist zieht vom Atlantik hingegen bereits kühlere Luft rein. So ist das Land zweigeteilt. Im Grenzbereich zum Nachbar Spanien bleiben die Gradzahlen über der 30er-Marke. Und es bleibt meist trocken, denn bis auf vereinzelte Gewitter ist kein großer Regen in Sicht.

Rekorde des Vereinigten Königreiches

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Sahara-Luft kommt auch in Deutschland an

Höchsttemperaturen für Europa am Dienstag, 19. Juli
Die Temperaturkarte von Europa zeigt die Hotspots für den Dienstag: 40 Grad sind keine Seltenheit.

Auch Deutschland macht die extreme Hitze zu schaffen. „Je nachdem, wie die Temperaturen am Dienstag in Spanien ausfallen – da kühlt es ja ein wenig ab – sind wir mit Benelux und Nordfrankreich der Hitzepol von ganz Europa“, erklärt wetter.de-Meteorologe Paul Heger.

Denn die Sahara-Hitze kommt am Dienstag auch in Deutschland an. So gibt es die höchsten Temperaturen am Dienstag im Westen. Hier sind stellenweise Spitzenwerte um die 40 Grad möglich. Aber auch der große Rest des Landes bekommt die Wüstenluft zu spüren. Verbreitet geht es nämlich schon rauf auf 32 bis 38 Grad. Einzig die Nordlichter bleiben – insbesondere im Seewind – mit 23 bis 27 Grad spürbar frischer.

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(apf/kfb)