Hier wird es besonders heftig

Bis 120 km/h - Tief FREDERIC stürmt mit Orkanböen durch Deutschland

von Martin Pscherer und Claudia Träger

Tief FREDERIC ist da. Der Sturm wird heute von der Eifel bis zur Ostsee ordentlich an den Häusern, Zäunen und Bäumen rütteln. Vor allem an der Küste, auf den Inseln und den Bergen wird es ruppig. Hier drohen Orkanböen.

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Stürmischer Start in den Sonntag

Sturmtief FREDERIC trifft auch auf die Insel Sylt.
Nordsee vor Sylt im schweren Sturm - dort ist man raue See gewöhnt.

Der Sonntag hatte schon turbulent angefangen. Auf den Inseln Sylt und Helgoland in der Nordsee wehten orkanartige Böen (Windstärke 11, bis 117 km/h) und im Süden stürmte es in Windstärke 10 (bis 102 km/h) auf dem Feldberg im Schwarzwald und auf dem Nebelhorn in den Allgäuer Alpen. Im Laufe des Tages wird es noch heftiger. Zurücklehnen können sich dagegen fast alle im Osten und Südosten. Dort bleibt es abgesehen von den höheren Lagen der Mittelgebirge und Alpen ruhiger.

Sturm in Deutschland: Hier drohen die größten Gefahren

Am Sonntag droht eine ausgewachsene Sturmlage in der Nordwesthälfte Deutschlands.
Sturm in Deutschland: Wo wird es wie schlimm?

Das Hauptwindfeld liegt im großen Bereich zwischen Eifel und Mecklenburg-Vorpommern. Dort können auch im Flachland Böen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 50 und 100 km/h auftreten. Tief FREDERIC dreht vor allem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf. In Nordrhein-Westfalen können die Sturmgefahren auch das Münsterland treffen.

Am heftigsten wird es an der Nord- und Ostsee-Küste und im Bergland, hier natürlich auf dem so oft Sturm umwehten Brocken. Dort sind Orkanböen mit Geschwindigkeiten von 120 km/h möglich.

Deutschlandkarte: So stürmisch wird es an Ihrem Ort

Tief FREDERIC: Wann kann die Sturmwarnung aufgehoben werden?

Der Sturm hat sich am Montag beruhigt.
Am Montag sind die größten Gefahren vorbei. Nur im Südwesten ist es noch sehr windig bis stürmisch.

Am Abend bis in die erste Nachthälfte ist das Schlimmste überstanden. Es wird ruhiger. Sturmtief FREDERIC zieht über die Ostsee ab. Was dann am Montag im Südwesten und in den Mittelgebirgen noch weht, ist vergleichsweise harmlos. Sehr windig bis stürmisch ist es dort dennoch.

Unser 7-Tage-Wettertrend: Jetzt kommt Schnee statt Regen

Sturmlage mit FREDERIC: Diese Gefahren drohen

Sturmtief FREDERIC kann für Behinderungen im Bahnverkehr sorgen.
Nicht alle Bäume werden dem Sturm Stand halten können. Im ungünstigen Fall stürzen sie auf Bahngleise.

In der Nordwesthälfte Deutschlands kann Tief FREDERIC den ein oder anderen Schadensfall anrichten. Bäume können abknicken und umstürzen, Äste abbrechen, Baugerüste umfallen, Dachziegel von Häusern krachen, Mülltonnen umkippen. Nicht auszuschließen ist, dass Bahnstrecken vorübergehend gesperrt werden, wenn Bäume über den Gleisen liegen.

Eine leichte Sturmflut droht an der Nordsee an der nordfriesischen Küste und im Elbegebiet. An der Ostsee drückt der Sturm dagegen das Wasser aufs Meer hinaus. Dort geht eine Warnung an die Schifffahrt vor Niedrigwasser raus.

Motor des Winters - der Polarwirbel in der Vorhersage

In der Vorhersage wird die Temperatur in einigen Kilometern Höhe dargestellt. Je gleichförmiger die blauen, also kalten Bereiche zusammenhängen, umso stärker ist der Polarwirbel. Werden hingegen große Lücken und mildere Einschübe in Richtung Nordpol berechnet, dann ist der Wirbel instabiler. Bei einem Polarwirbel-Split teilen sich die blauen Flächen in zwei Teile auf.

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(ctr)