Nasa feiert Erfolg

Dart-Mission ein voller Erfolg: Asteroid Dimorphos abgelenkt

Es klingt eher unwahrscheinlich, dass es einer Sonde von der Größe eines Getränkeautomaten gelingt einen Asteroiden von der Größe eines Fußballstadions von seiner Umlaufbahn abbringt. Genau das ist der Nasa-Mission Dart aber nun gelungen, was für die Menschheit überlebenswichtig sein kann.

Im Video: Sonde Dart absichtlich Richtung Asteroid gelenkt

20 Minuten schneller um den Partner-Asteroiden

HANDOUT - 15.11.2021, ---, --: Eine grafische Darstellung zeigt, die Mission «Dart» (Double Asteroid Redirection Test), mit der erstmals eine Sonde absichtlich in einen Asteroiden gesteuert werden soll. Agebildet ist der Asteroid (65803) Didymos (r)
Mission Erdverteidigung: Nasa ließ eine Sonde in den Asteroiden Dimorphos fliegen

Einen krachenden Erfolg kann die US-Weltraumbehörde Nasa mit dem gezielten Absturz der Dart-Sonde auf dem Asteroiden Dimorphos feiern. Die Kollision hat zum ersten Mal die Bewegungsrichtung eines Asteroiden verändert. Rund zwei Wochen nach dem Einschlag hätten Analysen ergeben, dass die Umlaufbahn des Himmelskörpers um seinen Asteroiden-Partner, Didymos, eine andere als zuvor sei, erklärte die Nasa.

Die Zeit für eine Umkreisung habe vor dem Auftreffen der Dart-Sonde bei 11:55 Stunden gelegen – nun hingegen wurde eine Zeit von 11:23 Stunden gemessen. Als Minimalziel war zuvor eine Veränderung von 73 Sekunden ausgegeben worden.

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Nasa bereitet sich für Ernstfall vor

11.10.2022, USA, Washington: Bill Nelson, Chef der Weltraumbehörde, spricht während eines Medienbriefings über den kürzlich abgeschlossenen Double Asteroid Redirection Test (DART) im Nasa-Hauptquartier. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat durch die Kolli
Nasa-Chef, Bill Nelson, nannte den Erfolg der Mission einen „Wendepunkt“ für den Schutz der Menschheit vor dem Einschlag eines Asteroiden.

Mit einer Geschwindigkeit von rund 6,6 Kilometern pro Sekunde war die würfelförmige Dart-Sonde von der Größe eines Getränkeautomaten Ende September auf den Asteroiden Dimorphos geprallt, der etwa so groß wie ein Fußballstadion ist. Von der rund 330 Millionen Dollar teuren Asteroiden-Abwehr-Mission erhofft sich die Nasa Erkenntnisse darüber, wie die Erde vor herannahenden Himmelskörpern geschützt werden könnte. Dimorphos stellte allerdings keine Gefahr für die Menschheit dar.

„Diese Mission zeigt, dass die Nasa versucht, auf alles vorbereitet zu sein, was das Universum uns entgegenwirft. Die Nasa hat bewiesen, dass wir die Verteidigung des Planeten ernst nehmen“, sagte der Chef der Weltraumbehörde, Bill Nelson. Er nannte den Erfolg der Mission einen „Wendepunkt“ für den Schutz der Menschheit vor dem Einschlag eines Asteroiden. In den kommenden Wochen und Monaten werde die Wirkung der Kollision nun weiter untersucht. 2024 soll zur noch genaueren Erforschung die Mission „Hera“ der Europäischen Raumfahrtagentur Esa starten.

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10.000 gefährliche Asteroiden auf dem Schirm

Dart habe faszinierende Daten sowohl über die Eigenschaften von Asteroiden als auch über die Wirksamkeit eines Einschlags für die Verteidigung der Erde geliefert, sagte Missionsleiterin Nancy Chabot: „Das Dart-Team arbeitet weiterhin an diesem reichhaltigen Datensatz, um diesen ersten planetarischen Verteidigungstest der Asteroidenablenkung vollständig zu verstehen.“

Mit der Frage von der Abwehr eines Asteroiden beschäftigen sich die Nasa und Forscher auf der ganzen Welt schon seit vielen Jahren. Ein Asteroideneinschlag vor rund 66 Millionen Jahren gilt unter Wissenschaftlern beispielsweise als führende Theorie zum Aussterben der Dinosaurier. Derzeit wissen Wissenschaftler von keinem Asteroiden, der in absehbarer Zeit direkt auf die Erde zurasen könnte – aber Forscher haben rund 27.000 Asteroiden in der Nähe unseres Planeten identifiziert, davon rund 10.000 mit einem Durchmesser von mehr als 140 Metern.

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(dpa/kfb)