Der Wetter-Tag bei wetter.de
Europa zwischen strengem Frost und Mittelmeergewittern
Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter- und Klima-News des Tages:
Große Teile Europas liegen weiterhin in einer markanten Winterwetterlage. Während in Skandinavien verbreitet Schnee fällt und teils extrem tiefe Temperaturen herrschen, zeigt sich das Wetter im Süden deutlich wechselhafter.
In Nord- und Mittelfrankreich sorgt Schnee regional für glatte Straßen, örtlich mischen sich Schneeregen oder gefrierender Regen dazu. Auch in Osteuropa bleibt es winterlich: In Polen und im Baltikum dominieren Frost und zäher Nebel. Besonders hart trifft es Skandinavien, wo in weiten Regionen Schneefall und teils sehr strenger Frost den Alltag prägen.
Ganz anders präsentiert sich der Mittelmeerraum. In Süditalien sowie auf dem westlichen Balkan und in Teilen Griechenlands gehen teils kräftige Schauer und Gewitter nieder. Auf der Iberischen Halbinsel zeigt sich das Wetter dagegen ruhiger, in Portugal klingt Regen rasch ab.
Kommende Nacht: Rutsch, flutsch und bibber
Bevor Wintersturm Elli uns beschäftigt (siehe unten), haben wir es in der kommenden Nacht noch mit Tief Constanze zu tun. Das Tief lässt von Westen etwas Schnee über die Mitte gen Osten ziehen. Dabei droht vermehrt Glätte. Ganz im Osten bleibt es aber oft wolkenarm und damit bitterkalt. Die Tiefstwerte gehen nicht selten unter -10 Grad. Im Westen kann sich hier und da bei Werten um 0 Grad ein Regentropfen einmischen und gefrieren - Stichwort Blitzeis. Bitte große Vorsicht!

Übler Wintersturm von Donnerstag bis Samstag
Mit Tief Elli - international Goretti - wird von Donnerstag bis Samstag ein Wintersturm West- und Mitteleuropa in Atem halten. erst erwischt es die Britischen Inseln und Frankreich mit Sturm- und Orkanböen am Donnerstag. Am Freitag und Samstag sind wir in Deutschland dran. Dazu gibt es regional viel Schnee, vorübergehend aber auch Tauwetter durch milde Luft und Regen. Am Übergangsbereich droht Glatteis.
Sturm, Tauwetter und Schneefall

Heute bringt ein Tiefausläufer dem Westen und Nordwesten etwas Schnee, sonst herrscht noch schwacher Hochdruckeinfluss. Morgen bleibt es nur im äußersten Osten noch freundlich und im Westen und Südwesten setzt Tauwetter ein.Turbulent wird es am Freitag. Vom Ärmelkanal her rauscht Tief Elli heran, das zwischen England und Frankreich für Orkanböen sorgen und bei uns in Deutschland teilweise für Sturmböen sorgen wird. Es zieht in den Nordwesten Deutschlands und bringt an den Küsten eisig kalten Oststurm, während milde Luft in den Südwesten gepumpt wird und dort die Niederschläge in Regen übergehen. Bis in mittlere Lagen und vorübergehend sogar etwas darüber hinaus setzt Tauwetter ein.
Im Nordosten merkt man davon nichts. Dort wird aus Südosten/Osten kalte Luft angezapft und es bleibt bei Dauerfrost. Dazwischen liegt eine Luftmassengrenze mit teils kräftigem Schneefall. In der Nacht zum Freitag und anschließend tagsüber können dort mehr als 10 cm Neuschnee in 3 bis 12 Stunden zusammenkommen. Am Samstag wird wieder kältere Luft in die zuvor milden Regionen geführt und dort gehen die Niederschläge wieder zunehmend in Schnee über. Am Sonntag baut sich in der kalten Luft Hochdruckeinfluss auf, und es bleibt frostig kalt bei maximal -9 bis 0 Grad.
Zwei Unfälle durch Glatteis
Glatte Straßen haben in der vergangenen Woche im Raum Paderborn zu zwei Verkehrsunfällen mit Verletzten geführt. Am Dienstag rutschte eine 38 Jahre alte Autofahrerin in Elsen in einer Kurve von der Fahrbahn und landete im Graben, sie wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht, der Schaden liegt bei rund 10.000 Euro. Bereits am Samstag kam es in Neuenbeken zu einem weiteren Glätteunfall, als ein Postfahrzeug an einer Ampel auf ein wartendes Auto aufschob, auch hier zog sich der Fahrer leichte Verletzungen zu. Trotz des anhaltenden Winterwetters blieb es bislang bei wenigen nennenswerten Unfällen, die Polizei appelliert dennoch, Geschwindigkeit und Fahrweise den winterlichen Bedingungen anzupassen und mehr Zeit einzuplanen.
Winterglätte bleibt bundesweit ein Risiko

Der Winter sorgt in weiten Teilen Deutschlands weiterhin für schwierige Bedingungen im Straßen- und Fußgängerverkehr. Glatte Fahrbahnen und vereiste Wege treten vielerorts auf, an der Nordsee und in höheren Lagen wie dem Harz kommen örtlich Schneeverwehungen hinzu. Besonders im Südosten bleibt es sehr kalt, dort sinken die Temperaturen regional in den zweistelligen Minusbereich. Im Laufe des Tages zieht von Westen erneut Schneefall auf, der sich ostwärts ausbreitet und gebietsweise einige Zentimeter Neuschnee bringt. In Hamburg haben die Behörden wegen außergewöhnlich starker Schneefälle und des häufigen Wechsels zwischen Frost und Tau das Streusalzverbot auf Gehwegen vorübergehend ausgesetzt.
Wohnungslosenhilfe warnt vor lebensgefährlicher Kälte

Angesichts der eisigen Temperaturen warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe vor gefährlichen Versorgungslücken für Menschen ohne eigene Wohnung. Kälte stelle für obdachlose Menschen eine akute Lebensgefahr dar, da vielerorts der Zugang zu warmen Schutzräumen fehle, erklärte eine Sprecherin der Organisation. Zwar gebe es Notunterkünfte und mobile Hilfsangebote, diese seien jedoch nicht in allen Kommunen bedarfsdeckend. Nach Hochrechnungen waren 2024 mehr als eine Million Menschen in Deutschland wohnungslos; in diesem Winter wurde bislang mindestens ein kältebedingter Todesfall in Dortmund bekannt. Die Temperaturen sinken in den kommenden Nächten erneut deutlich, regional können die Gradzahlen dan sogar im zweistelligen Minusbereich liegen.
Wintereinbruch bringt Alltag in Niedersachsen durcheinander

Der anhaltende Wintereinbruch sorgt in Niedersachsen für zahlreiche Behinderungen und Ausfälle. Schnee und Eis führten zu Verkehrsunfällen, Einschränkungen im Bahnverkehr sowie zu Unterrichtsausfällen und Problemen bei der Müllabfuhr. Die Deutsche Bahn warnt bis Freitag vor Verspätungen und (Teil-)Ausfällen im Regionalverkehr in Niedersachsen und Bremen, vor allem wegen vereister oder eingeschneiter Weichen. Auf den Straßen kam es zu schweren Unfällen mit zwei Todesopfern, weitere Kollisionen endeten mit Verletzten und hohen Sachschäden. In einzelnen Landkreisen fiel der Unterricht aus oder wurde eingeschränkt, zudem verzögert sich mancherorts die Abholung der Mülltonnen. Kommunen rechnen angesichts weiterer Schneefälle und Eisglätte auch in den kommenden Tagen mit zusätzlichen Einschränkungen.
Rekordeinnahmen aus Emissionshandel im Jahr 2025

Deutschland hat 2025 so hohe Einnahmen aus dem Verkauf von Kohlendioxid-Verschmutzungsrechten erzielt wie noch nie. Aus dem europäischen und dem nationalen Emissionshandel flossen mehr als 21,4 Milliarden Euro, teilte die Deutsche Emissionshandelsstelle in Berlin mit. Im Jahr 2024 hatten die Einnahmen noch bei 18,5 Milliarden Euro gelegen. Die Erlöse aus der Bepreisung von Treibhausgasen sollen Anreize für Wirtschaft und Verbraucher schaffen, den Einsatz fossiler Brennstoffe zu verringern. Das Geld wird vollständig in den Klima- und Transformationsfonds eingespeist, aus dem Maßnahmen für Energiewende und Klimaschutz finanziert werden. Seit Beginn des Emissionshandels im Jahr 2008 summieren sich die Gesamterlöse inzwischen auf mehr als 100 Milliarden Euro.
Schneefall im Westen, Sonne im Osten

Der Winter zeigt sich heute von seiner kontrastreichen Seite. Im Westen und Nordwesten zieht im Tagesverlauf Schneefall auf. Die Flocken sorgen dort für eine zunehmend winterliche Kulisse und stellen den Verkehr regional vor Herausforderungen. Gleichzeitig bleibt es trüb und grau, der Himmel wirkt wie mit Kreide zugemalt.
Ganz anders präsentiert sich das Wetter vom Süden bis in den Nordosten. Hier scheint vielerorts die Sonne, teils von einem klaren, kalten Himmel. Nur in einigen südlichen Regionen hält sich hartnäckig eine graue Wolkendecke, die kaum Bewegung zeigt und dem Tag einen leicht gedämpften Charakter verleiht.
Kalt ist es überall. In weiten Teilen des Landes hält sich Dauerfrost, die Temperaturen bleiben den ganzen Tag unter null. Lediglich der Niederrhein und die Nordseeinseln schaffen es knapp darüber. Dort fühlt sich die Luft dennoch winterlich an, denn Sonne allein reicht nicht, um die Kälte zu vertreiben.
Im Westen stellt sich in den nächsten Tagen Tauwetter ein und im Südwesten verschwindet der Schnee vorübergehend bis in mittlere Lagen. Von Hamburg bis nach Berlin sammelt sich dagegen noch mehr Schnee an.
Zum Ende der Woche zeigt sich das Wetter in Deutschland sehr wechselhaft. Zunächst ziehen im Osten noch Schneefälle ab, während von Westen bereits neuer Niederschlag aufkommt, der teils in Regen übergeht. Dabei bleibt es verbreitet winterlich kalt. Am Freitag verschärfen sich die Gegensätze deutlich: Im Osten und Norden fällt teils anhaltender und ergiebiger Schnee, regional herrscht Dauerfrost, während es vom Westen bis in den Süden zunehmend regnet und sich die Luft vor allem am Oberrhein deutlich erwärmt. Zusätzlich nimmt der Wind kräftig zu, an den Küsten drohen Sturmböen aus Ost, im Südwesten sind auch im Flachland und auf den Bergen schwere Sturmböen möglich. Am Samstag bleibt es meist wolkig, vielerorts gehen Regenfälle wieder in Schnee über, begleitet von sehr windigem Wetter und erneut sinkenden Temperaturen.
Fokus Südeuropa: Hier drohen extreme Schnee- und Wassermassen
Europa erlebt markante Wettergegensätze
In Europa zeigen sich derzeit deutliche Wetterunterschiede zwischen den Regionen. Auf den Britischen Inseln fällt verbreitet Regen, in Schottland auch Schnee, am Abend droht in Teilen Englands gefrierender Regen bei Temperaturen zwischen 1 und 9 Grad. In Rumänien und Bulgarien halten sich oft Nebel und Wolken, örtlich kommt es zu Regen oder gefrierendem Regen, im Westen Rumäniens auch zu Schnee. Im Süden Österreichs sowie in Slowenien, Ungarn, Kroatien und Bosnien und Herzegowina fällt häufig Schnee bei frostigen Temperaturen. Während es in den Alpen inneralpin meist trocken, aber teils extrem kalt bleibt, sorgen im Süden Europas von Italien bis nach Griechenland kräftige Schauer und Gewitter für nasses Wetter. In Skandinavien fällt verbreitet Schnee, lokal herrscht strenger Frost, während es auf der Iberische Halbinsel meist trocken bleibt.
Die Wetterlage: Polarluft und Tiefdruck

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Verwendete Quellen: eigene wetter.de-Recherche mit dpa, Reuters, AFP, DWD.de



