Glätte-Fahrplan

Hartnäckiger Winter: Ab Mitte der Woche gefährliche Eisregenlage möglich

von Oliver Hantke & Martin Pscherer

Die Grenzwetterlage mit eisig kalter Luft im Nordosten und milderen Temperaturen im Westen bleibt uns auch in der kommenden Woche erhalten. Dazu können gefrierender Regen und Schnee die Glättegefahr verschärfen. Eventuell kommt sogar wieder eine gefährliche Eisregenlage auf uns zu. Hier die Details:

Wetterlage: Tiefer Dauerfrost gegen Hauch von Frühling

Während der Westen und Südwesten mit Höchstwerten bis 10 Grad fast schon einen Hauch von Frühling bekommen, steckt der Nordosten weiterhin in tiefstem Dauerfrost – mit oft zweistelligen Minusgraden in der Nacht und Höchstwerten um -5 Grad, die sich bei eisigem Ostwind nochmal gut 10 Grad kälter anfühlen. Dazu können gefrierender Regen und Schnee die Glättegefahr verschärfen. Zu Beginn der Woche betrifft das zwar eher wenige Regionen. Im Laufe der Woche könnten aber wieder deutlich mehr betroffen sein.

Wetterwoche von Gegensätzen und Glättegefahr geprägt

Wettertrend von Dienstag bis Donnerstag
Im Laufe der Woche könnte es immer gefährlicher werden

Montag:
Am Montag fällt vor allem im Nordwesten und rund um die Mittelgebirge etwas Schnee oder gefrierender Regen und örtlich droht Glätte. Im Westen kann es ebenfalls etwas nieseln. Im großen Rest startet die neue Woche aber trocken und vielerorts scheint sogar häufiger die Sonne. Die Temperaturgegensätze bleiben zudem sehr groß. Im Norden und Osten wird es erneut eisig kalt mit Höchstwerten zwischen 0 und -8 Grad, die sich bei frischem Wind sogar wie -10 bis -20 Grad anfühlen. Vom Rheinland bis zu den Alpen sind dagegen milde 6 bis 10 Grad drin.

Dienstag:
Ab der Nacht zum Dienstag breitet sich von Südwesten neuer Regen aus, der auf dem Weg in Richtung Mittelgebirge und Norden zunehmend in Schnee übergeht. Auch gefrierender Regen kann wieder für gefährliche Glätte sorgen. Weitgehend trocken bleibt es voraussichtlich im Südosten und Nordosten. Hier sind bei eisigem Ostwind allerdings weiterhin kaum mehr als -5 Grad drin. Am Oberrhein wird es wieder am mildesten mit bis zu 10 Grad.

Mittwoch:
Am Mittwoch ziehen die Regen und Schneeschauer weiter in Richtung Norden. Dahinter lockern die Wolken wieder häufiger auf und es wird zunehmend trocken. Zum Abend kommen von Süden neuer Regen und Schnee. An den Temperaturen ändert sich weiterhin nur wenig. Sie liegen zwischen -5 Grad im Nordosten und 10 Grad am Rhein.

Donnerstag:
In der Nacht und am Donnerstag ziehen Regen und Schnee vom Süden weiter in Richtung Norden und es droht häufiger Glätte. Wie weit die westlichen Regionen betroffen sind, ist noch unsicher. Wahrscheinlich bleibt es hier weitgehend trocken, nach manchen Modellen kommen die Schauer aber auch hier an. Dazu erreichen die Temperaturen -3 bis 8 Grad.

Freitag:
Der Freitag wird wahrscheinlich wechselhaft mit Regenschauern im Südwesten und Schnee sowie teils gefrierendem Regen in Richtung Nordosten. Im Nordosten bleibt es zwar weiterhin am kältesten, aber mit Temperaturen um den Gefrierpunkt wird es nicht mehr so eisig wie die Tage zuvor. Sonst liegen die Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad, am Oberrhein um 10 Grad.

Wind macht es im Nordosten noch eisiger

Beim Blick auf die gefühlten Temperaturen, den Windchill, wird nochmals deutlicher, wie unterschiedlich Deutschland friert. Denn bei gemessenen Werten im Nordosten mit -5 Grad (Höchstwerte wohlgemerkt!) fühlen sich bei frischem Ostwind die Windchill-Werte oft wie -10 bis -20 Grad an.

Wetterwissen: Was ist Windchill und wie können wir uns schützen?

Windchill beschreibt den Abtransport der wärmenden Luftschicht direkt an der Haut. Je stärker der Wind bläst, umso mehr Wärme muss der Körper nachschicken und umso stärker und schneller kühlen wir aus. Das Empfinden ist zwar bei jedem Menschen unterschiedlich. Dennoch sollten wir bei dieser eiskalten Kombination empfindliche Hautpartien durch entsprechende Fett- oder Wettercremes schützen. Das gilt natürlich insbesondere bei Kindern, die die Kälte oftmals ganz anders einschätzen.

Quellen: Eigene Recherche und wetter.de