Wissenschaft rätselt über den Klimakiller

Klimawandel: Warum gibt es so viel Methan wie nie?

Woher stammt Methan überhaupt?

Nie gab es mehr Treibhausgase in unserer Atmosphäre als jetzt. Eins davon ist Methan, CH4. Methan entsteht immer dort, wo organisches Material unter Luftausschluss abgebaut wird. Der neueste, drastische Anstieg wirft in der Wissenschaft allerdings Fragen auf. Woher kommt so viel neues Methan? Bernd Fuchs erklärt im Video die wichtigsten Methan-Quellen.

Treibhausgasemissionen: Methan ist schädlicher als Kohlendioxid

Höhe der Treibhausgasemissionen in Deutschland nach Gas im Jahresvergleich 2000 und 2020
Höhe der Treibhausgasemissionen in Deutschland nach Gas im Jahresvergleich 2000 und 2020 - Quelle: Bundesumweltamt

Die Statistik zeigt die Höhe der Treibhausgasemissionen in Deutschland in den Jahren 2000 und 2020 nach Gasen. Im Jahr 2020 betrug die Höhe der Methanemissionen (CH4) in Deutschland 48 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, also viel weniger als das Treibhausgas Nummer 1 Kohlendioxid. Also alles halb so wild? Nein! Denn Methan ist viel klimawirksamer, also klimaschädlicher als CO2. Die Treibhauswirkung des Gases ist nämlich viel stärker als die von CO2.

Warum CO2-Äquivalente?

Um die Wirksamkeit der unterschiedlichen Gase auf das Klima vergleichbar zu machen, wird die Maßeinheit CO2-Äquivalent (CO2e) herangezogen. Da Kohlendioxid das meist verbreitete Treibhausgas ist, setzt es den Maßstab.

Die Berechnung geht so: Man vergleicht die Wirkung einer Tonne CO2 mit der von einer Tonne eines anderen Gases, beispielsweise Methan – meistens über einen Zeitraum von 100 Jahren. Die Treibhausgaswirkung von einer Tonne Methan ist rund 25-mal schädlicher als die von einer Tonne CO2. Eine Tonne Methan entspricht also etwa 25 Tonnen CO2-Äquivalenten (CO2e).

Bernd Fuchs erklärt den Treibhauseffekt

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(ctr)