Plötzlich Winter

Zum eisigen Oststurm kommen jetzt Schnee und glatte Straßen

von Claudia Träger und Martin Pscherer

Jetzt ist er also da, der Winter. Zumindest der Norden und der Nordosten Deutschlands wurden eiskalt erwischt. Dem Kaltluftvorstoß aus dem eisigen Osten folgen allerlei winterliche Niederschläge: Schnee, Schneeregen, gefrierender Regen machen zu Beginn des Wochenendes Straßen und Wege glatt und auch das Wochenende selbst zu einem teils eiskalten Einstieg in den Winter.

Winter kommt mit heftigem Windchill

Besonders die gefühlten Temperaturen machen deutlich: Der Winter steht vor der Tür.
Besonders die gefühlten Temperaturen machen deutlich: Der Winter steht vor der Tür.

Ein Wintereinbruch im November ist nichts Ungewöhnliches, bedeutet aber nach dem scheinbar nicht enden wollenden Goldenen Herbst eine gehörige Umstellung. Jetzt heißt es: Dicke Jacke, Schal und Handschuhe raus! Auch eine Mütze kann beim eisigen Ostwind nicht schaden. Einen „richtigen Oststurm“ nennt es Meteorologe Christian Häckl. Die Temperaturen im niedrigen einstelligen Bereich im Norden und Osten fühlen sich wie rund -5 Grad an. In der Südwesthälfte ist es milder, aber ganz grob gesehen auch nur um die 5 Grad.

Deutschlandkarte: Die echten Temperaturen in der Übersicht

Freitagnacht wird es brenzlig

Wintereinbruch in Deutschland: Der Schnee kommt in der Nacht zu Freitag.
Schnee in Deutschland: Das bedeutet immer auch Behinderungen im Straßenverkehr.

Neben winterfester Kleidung sind im Nordosten und im Norden auch Winterreifen angebracht. Denn nach der Kälte, legt der Schnee jetzt auch bald los. In der Nacht zu Freitag fallen voraussichtlich von Schleswig-Holstein über Hamburg bis Brandenburg Schnee, Schneeregen oder gefrierender Regen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt können die Straßen rutschig werden. Für eine längere Verweildauer des Schnees sind die Böden aber noch zu warm.

In der Südwesthälfte sind es eh nur Regenschauer, die bei milderen 3 bis 8 Grad runter kommen. An der Küste weht weiter der starke Wind aus Ost bis Süd, lokal mit Sturmböen, der das Wetter so richtig fies macht.

Sturmkarte Deutschland: Wo wird es wie windig?

Freitag: Schnee vom Emsland bis in die östlichen Mittelgebirge

Winter in Deutschland: Erstmal ist der Norden und Osten dran.
Der Streifen mit Schneefall und glatten Straßen zieht etwas in Richtung Südwesten weiter.

Schnee, Schneeregen und gefrierender Regen verlagern sich weiter südwestwärts und erreichen später vor allem den Harz, Thüringer Wald und das Erzgebirge. „Dort können rund 10 Zentimeter Schneehöhe erreicht werden“, so Meteorologe Martin Pscherer, und die erste Schneedecke des Jahres kann das Wochenende sogar überleben. Auch Richtung Emsland können sich Schneeflocken bis in tiefere Lagen verirren, hier ist das weiße Vergnügen aber schneller wieder vorbei.

Richtung Südwesten ist es milder und es fällt Regen. Im Nordosten ist es oft sonnig und trocken aber kalt, mit Wind im Norden und Osten gefühlt -5 bis -10 Grad.

Schnee, Rergen, Schneeregen: So viel Niederschlag ist angesagt

Samstag: Eisiger Start und es schneit weiter

Frost und Bibberkälte: Die Nacht zum Samstag wird sehr kalt.
Das wird eine ausgemachte Winternacht im November.

Es gibt ein kaltes Erwachen am Samstagmorgen. -3 Grad an der Küste bis -8 Grad im Erzgebirge sind hier nicht die gefühlten sondern echten Temperaturen. Tagsüber erreichen sie Höchstwerte von -2 Grad in der Magdeburger Börde bis 10 Grad am Oberrhein.

Der Streifen mit Schnee und gefrierendem Regen liegt wahrscheinlich quer über Deutschland. Vom Erzgebirge bis ins Sauerland, vielleicht sogar am Niederrhein und im Ruhrgebiet wird es winterlich. Nördlich davon ist es sonnig und trocken aber weiterhin kalt, „gefühlt eisig kalt“, so Pscherer. Auch an der Ostsee sind Schneeschauer möglich. Im Süden ist es milder und es fällt Regen.

Temperaturen in Deutschland: So warm wird/kalt bleibt es tagsüber

Sonntag: Dem Schnee geht es an den Kragen

Die Karte zeigt, wo am Sonntag Schnee liegen kann.
So gut standen die Chancen auf Schnee in diesem Herbst oder Vorwinter noch nie. Wie auch? Bisher war es viel zu warm.

„Ab Sonntag wird es von Südwesten wieder etwas milder und der Schnee wird zurückgedrängt“, sagt Pscherer. Von Westen her kommt neuer Regen, aber im Übergangsbereich zur kalten Luft fällt zunächst durchaus noch Schneeregen oder Schnee. Auch an der Ostsee kommen stellenweise Schneeregen- oder Schneeschauer runter. Dort kommen die Temperaturen auch kaum über 0 Grad hinaus, im Südwesten gibt’s bis 11 Grad.

Wetter-Trend: So geht es in den nächsten 7 Tagen mit dem Wetter weiter

Hier regnet oder schneit es aktuell

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+

(ctr, mps)