Föhnwind in der östlichen Andenregion Argentiniens

Wetterlexikon: Zonda

Eine Gruppe von Bergsteigern mit Rucksäcken marschiert im November 2006 durch die argentinischen Anden auf den Cerro Aconcagua zu.
Der Zonda ist ein Föhnwind in der östlichen Andenregion Argentiniens. © picture-alliance/ dpa, Db Markus Leiter, tf

Was ist der Zonda?

Der Zonda ist ein vorwiegend in der Andenregion Argentiniens vorkommender Wind. Er stellt das lateinamerikanische Äquivalent zum europäischen Föhnwind dar und tritt meist in den Sommermonaten auf.

Schnee, Regen, Wind und bis zu 40 Grad - Der Zonda hat es in sich

In den Monaten Mai bis Oktober bildet sich über dem Pazifik eine Strömung aus maritimer, feuchter und kalter Luft, die gen Westen wehend die Anden erreicht. Sobald der Wind auf die Höhenlagen der Anden trifft, sorgt der Zonda für starke Regen- und Schneefälle sowie Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h. Auf seinem weiteren Weg in Richtung Osten steigt der nunmehr trockene Wind die Anden hinab, wobei er sich wieder erwärmt und Temperaturen von bis zu 40 °C erreichen kann. Dieser heiße Föhnwind ist vor allem in den Regionen von Mendoza, San Juan und La Rioja anzutreffen. Hier sorgt er für Unwohlsein in der Bevölkerung und eine hohe Staubbelastung. In der Provinz Cuyo hingegen wird der Zonda für die durch ihn verursachten Niederschläge sehr geschätzt.