Wetterlexikon: Windlast

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Bewohner filmt, wie der Sturm sein Haus zerlegt 2017: Hurrikan wütet in der Karibik 00:32

Was ist eine Windlast?

Die Windlast ist auch unter der Bezeichnung der meteorologischen Last bekannt und stellt die Beanspruchung von Bauwerken unter Wind-, Schnee- oder Eislast dar. Bei der Windlast spielen zwei Effekte eine wichtige Rolle, der reine Staudruck des Windes und der Resonanzeffekt durch die Böen.

Wolkenkratzer schwanken schon bei wenig Wind

Schon alleine der Windstaudruck kann erhebliche Werte erreichen, da er von der Windgeschwindigkeit abhängig ist. Hingegen kann es vorkommen, dass Windböen in der Eigenschwingfrequenz des Gebäudes auftreten. Insofern wird das Gebäude wie ein Uhrpendel in größere Schwingungen versetzt, bis es im Extremfall zusammenstürzen kann.

Besonders hohe Gebäude können eine gigantische Windlast aufbauen. Türme von Hochhäusern schwanken selbst bei wenig Wind mit, wobei sogar mehrere Meter möglich sind. Die heutigen Gebäude sind an die Windlast angepasst, wobei neue Technologien zum Einsatz kommen, welche die Windlast und ihre Schwingungen ausnutzen. Allgemein wird die Windlast in kN/m² angegeben.