Wetterlexikon: Wetterballon

Wetterlexikon: Wetterballon
Ein Wetterballon mit einer Ozon- und Radiosonde steigt in den Himmel. Die Messwerte werden während des Flugs bis in Höhen von über 30 Kilometern erfasst und zu einer Station auf der Erde gefunkt. © picture alliance / ZB, Jens Büttner, jbu mbk

Was ist ein Wetterballon?

Wetterballons transportieren Messgeräte für die Aerologie und Meteorologie in große Höhen. In der Atmosphäre nehmen sie Messungen vor, die später ausgewertet werden können. Die Wetterballons sammeln dabei die Daten direkt in bestimmten Höhen. Aus diesen Werten werden Wetterentwicklungen berechnet.

Der Wetterballon wird mithilfe einer Bodenempfangsstation gesteuert

Die Aufgabe vom Wetterballon besteht darin, mit der ausreichenden Höhenauflösung und Genauigkeit die Atmosphäre zu vermessen. So kann ein genaues Bild über den aktuellen Zustand der einzelnen Luftschichten erhalten werden. Der Wetterballon besteht aus einem Sendeteil, welcher die ermittelten Daten an eine Bodenstation sendet, sowie aus einem Teil mit Messfühlern (Sonden).

Diese Sonden messen direkt den Luftdruck, die Feuchtigkeit und die Lufttemperatur. Indirekt wird aus der Geschwindigkeit des Wetterballons der Höhenwind bestimmt. Der gesamte Wetterballon wird mithilfe einer Bodenempfangsstation gesteuert. Diese kann die Sendeeinheit des Ballons anwählen und ihn verfolgen. Ab einer bestimmten Höhe platzt der Ballon und die Sonde mit Fallschirm kann eingesammelt werden.