Hagel ist klar und hart, Graupel dagegen weich und weiß

Wetterlexikon: Unterschied Hagel - Graupel

Was ist der Unterschied zwischen Hagel und Graupel?

Der Unterschied zwischen Hagel und Graupel ist ganz einfach zu sehen: Hagel ist klar und hart, Graupel dagegen weich und weiß. Graupelkörner lassen sich zusammendrücken, Hagel nicht, denn erstere haben eine wesentlich geringere Dichte. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal: Die Oberfläche von Hagel ist glatt, die von Graupel rau. Die Ursache für diese Unterschiede ist die grundverschiedene Entstehung der beiden Niederschlagsarten.

So entstehen Hagel und Graupel

Hagel
Hagel und Kirschen: Hagelschlag tritt typischerweise in den Sommermonaten auf. © dpa, A0651 epa MTI Gyoergy Varga

Graupel entsteht, wenn Schneekristalle mit Wassertröpfchen in einer Wolke zusammentreffen und diese miteinander verklumpen. Graupel ist also eher eine Art Minischneeball. Die Graupelkörner werden bis zu 5 mm groß. Für die Entstehung von Graupel muss in höheren Luftschichten trockene polare Kaltluft einfließen. Typischerweise treten Graupelschauer in den Wintermonaten bis in den April hinein auf.

Hagel hingegen entsteht in einer mächtigen, hohen Gewitterwolke mit starken Auf- und Abwinden. Dort werden Regentropfen in der Wolke immer wieder mit den Aufwinden nach oben katapultiert. Dort ist es wesentlich kälter als an ihrer Ausgangsposition. Die Regentropfen verbinden sich mit Eiskristallen und gefrieren. Von dort aus geht es wieder genauso rapide nach unten. Weitere Wassertropfen können sich an ihm anlagern und werden erneut nach oben geschleudert. So gewinnen die Hagelkörner stetig an Größe und Gewicht. In Einzelfällen können sie die Größe eines Tennisballs erreichen. Kann der Aufwind das Hagelkorn nicht mehr tragen, fällt es zu Boden. Hagelschlag tritt vornehmlich in der warmen Jahreszeit auf.

Im April können beide Niederschlagsarten vorkommen. so reichen sich in diesem Monat Wintergraupel und Sommerhagel die Hand. Ab dem 15. April sind Hagelniederschläge dann über den Sommer wahrscheinlicher als Graupel.

Quelle: wetterspiegel.de