Die Ursache für Talwinde sind horizontale Differenzen der Temperatur

Wetterlexikon: Talwind

Wetterlexikon: Talwind
Frühlingshafte Hügellandschaft oberhalb von Berchtesgaden unterhalb der Kneifelspitze vor den noch tief verschneiten Bergen der Berchtestgadener Alpen mit dem Watzmann. © picture alliance / Franz Pritz /, Franz Pritz

Was ist Talwind?

Der Talwind ist eine Ausgleichbewegung von Luftmassen im Gebirge. Zusammen mit dem Bergwind umschreibt der Talwind ein lokales und thermisch bedingtes Windsystem für Gebirgsräume mit Reliefunterschieden. Die Ursache für beide Winderscheinungen dieses Systems sind horizontale Differenzen der Temperatur, wie sie sich vor allem an kaum bewölkten Tagen beobachten lassen.

Talwinde entstehen meist drei Stunden nach Sonnenaufgang

An sonnigen Tagen mit möglichst ungehinderter Strahlenbewegung findet auf der Spitze des Gebirges eine stärkere Lufterwärmung statt als in flacheren Gebirgsteilen. Die erwärmten Luftmassen steigen auf und lassen den Luftdruck über der Gebirgsfront damit abfallen. Um die Druckdifferenz auszugleichen, bewegt sich die Luft der Ebenen durch die Täler hindurch nach oben, was als Talwind bekannt ist.

In der Regel setzt das Phänomen rund drei Stunden nach Sonnenaufgang ein und lässt sich den Tag über bis zum Sonnenuntergang beobachten. Die Intensität der Luftbewegung steigert sich mit fortschreitendem Tag.