Ein Teil der Berg- und Talwind-Zirkulation

Wetterlexikon: Bergwind

Was ist ein Bergwind?

Windsack auf dem Fellhorn
Windsack auf dem Fellhorn, Oberstdorf in Bayern.

Der Bergwind wird zur Berg- und Talwind-Zirkulation gezählt, welche sich bei Tag bzw. Nacht umkehrt. Nur bei Strahlungswetterlagen tritt dieses Windsystem auf, wobei großräumige Windströmungen keine störende Einflüsse ausüben können. Über die Nacht hinweg kühlt sich der Wind über den Berghängen ab, bei Tag heizt er sich aufgrund der Bodenausstrahlung auf.

Die Berg- und Talwind-Kreislauf

Infolge der Schwerkraft entwickeln sich sogenannte Hangabwinde, die mit der Luft im Talgrund zusammenströmen und zum Bergwind werden. Die Talwinde strömen bei Tag zum Berg, wo sie bei Tag erwärmt werden, bei Nacht schneller abkühlen als im Tal und infolgedessen als schwerer, kühlerer Bergwind herunterkommen. Bei Tag findet hingegen ein Hangaufwind statt. Deswegen ist auch die Rede vom Berg- und Talwind-Kreislauf. Durch das Hochführen der feuchten, warmen Luft des Tals kommt es nicht selten vor, dass sich sogenannte Hangwolken wie ein Ring um den Berg entwickeln.