Wetterlexikon: Staubteufel

Was ist ein Staubteufel?

"Staubteufel" ist einer von vielen möglichen Namen für die sogenannte Kleintrombe. Ist Ihnen in der letzten Zeit auch schon mal ein kleines Teufelchen auf den Feldern in Ihrer Umgebung untergekommen? Die Trockenheit und die hohen Temperaturen fördern derzeit die Entstehung zahlreicher Staubteufel.

So entstehen die Mini-Sandstürme

Weitere Namen für den Staubteufel sind etwa Heuteufel, Nebelteufel, Sandteufel, Staubtrombe, Staub- und Sandhose. Durchschnittliche Staubteufel erreichen meist nur eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h.

Aufgrund der große Dürre in diesem Sommer und Frühherbst und der immer noch sehr hohen Temperaturen, sind auf den ausgetrockneten, abgeernteten Feldern momentan häufig Staubteufel zu sehen. Dieser engbegrenzte Wirbelwind, auch Staubwirbel, Sandwirbel oder im Englischen dust devil genannt, gehört zu den sogenannten "Kleintromben". Dies sind lokale, eng begrenzte und sehr heftige, um eine vertikale Achse rotierende Luftwirbel mit einer kurzen Lebensdauer und einer geringen vertikalen Ausdehnung. Nicht zu verwechseln mit Großtromben, zu denen Tornados gehören.

Der Staubteufel ist ein Luftwirbel, der eher kleinräumig ausgeprägt ist. Außerdem hat er eine vertikale Achse mit geringer Höhenstreckung. Der Staubteufel ist meist auf die atmosphärische Grenzschicht beschränkt. Im Gegensatz zu den Tornados besteht beim Staubteufel kein Zusammenhang mit dem Aufsteigen erwärmter Luft und daraus folgender Bewölkung. Vielmehr entstehen diese kleinen Sandstürme zumeist durch eine bodennahe Überhitzung der Atmosphäre.
In vielen Fällen sind die Staubteufel eher schwache, kleine Staubtornados. Aber auch Geschwindigkeiten von über 150 km/h können erreicht werden. In einem Extremfall kann ein Staubteufel auch eine Orkanstärke erreichen.


Quelle: wetter.de, dwd