Seine Stärke wird durch den Temperaturunterschied zwischen Wüste und Meer bestimmt

Wetterlexikon: Samum

Wetterlexikon: Samum
Jan Frans Portaels: Der Samum (Sandsturm) © picture alliance / akg-images, akg-images

Was ist Samum?

Samum ist die regionale, nordafrikanische Bezeichnung für einen heißen, staubigen Wüstenwind in Nordafrika. Er entsteht auf der Vorderseite von Tiefs und weht als kräftiger Süd- bzw. Südostwind. Er trägt große Mengen Saharasand und heiße Wüstenluft in Richtung Mittelmeer und kann die Sichtweite an Land und auf See einschränken. Die Stärke wird durch den Temperaturunterschied zwischen Wüste und Meer bestimmt. Der Samum zieht über das Mittelmeer bis zu den Gebirgsregionen Frankreichs und Italiens.

Der Samum kommt meist im Frühjahr, Sommer und Herbst auf

Durch die Meeresüberquerung nimmt der Samum Feuchtigkeit auf. An den Gebirgen kommt es zu starken Regenfällen, die der Wüstensand rot und gelb färbt. Seine Wolkenbänke haben ebenfalls eine charakteristische Färbung. Die Italiener nennen den feuchten Sturm Scirocco, was einfach Südwind heißt. Meist tritt der Samum im Frühjahr, Sommer und Herbst auf. Der Wüstensturm ist eine der natürlichen Ursachen für das Abschmelzen der Schneedecke in den Alpen, weil die Reflexionsfähigkeit des Schnees durch den Sand beeinträchtigt wird.