Ein Radarbild liefert Informationen über die Intensität von Witterungsniederschlägen

Wetterlexikon: Radarbild

Was ist ein Radarbild?

Wetterlexikon: Radarbild
Das Radarbild zeigt ein Gewitter in Berlin-Brandenburg. Dort, wo der Wetterexperte hinzeigt, ist die Hauptstadt Berlin - und zwar mitten im Gewitter.

Das Radarbild liefert Meteorologen anhand der Reflexion elektromagnetischer Strahlung an Regentropfen, Schnee oder Hagel Informationen über die Intensität von Witterungsniederschlägen. Setzt man in kurzer Folge aufgenommene Einzelbilder zu einem Radarfilm zusammen, erkennt man außerdem Zugrichtung und Geschwindigkeit von Niederschlagsgebieten und kann daraus kurzfristige Voraussagen ableiten.

Niederschlagsintensitäten werden auf einem Radarbild farblich unterschieden

Die Signale werden von gepulsten Mikrowellensendern ausgestrahlt. Die Sender erzeugen elektromagnetische Schwingungen, die in kurz aufeinanderfolgend und mit hoher Leistung abgestrahlt werden. Dieselbe Antenne, die die Signale abstrahlt, fängt auch die Rückstreuung auf. In Deutschland betreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) ein flächendeckendes Netz von Niederschlagsradars. Die Parabolantennen mit einem Durchmesser von 4,20 m erfassen Niederschläge in einen Umkreis von jeweils 256 km schwerpunktmäßig im Bereich bis 1,5 km über dem Erdboden.

Das Radarbild wird so aufbereitet, dass Niederschlagsintensitäten farblich unterschieden werden. Da das Radarecho allein weder Informationen über die Tröpfchengröße noch über die Fallgeschwindigkeit liefert, bedarf es für die Darstellung zusätzlicher Informationen.