Die Polarnacht ist die Zeit, in der die Sonne jenseits der Polarkreise Tag und Nacht unter dem Horizont bleibt

Wetterlexikon: Polarnacht

Wetterlexikon: Polarnacht
Hell leuchtet eine Lampe am Eingang eines kleines Holzhauses in Ropinsalmi in Lappland im Januar 1998 während der dunklen Winterzeit. © picture-alliance / dpa, Lehtikuva Oy cx 980418

Was ist eine Polarnacht?

Polarnacht nennt man jene Periode in den Polargebieten, in der die Sonne den ganzen Tag unterhalb des Horizonts liegt und der Himmel durchgehend dunkel ist. Je nach geografischer Lage dauert die Polarnacht mehrere Tage oder Monate. Am Süd- und Nordpol hält die Polarnacht fast ein halbes Jahr an, während sie an den Polarkreisen auf einen Tag begrenzt bleibt. Grund für das Auftreten der Polarnacht ist die Neigung der Erdachse. Diese beträgt 23,4°.

Das Gegenteil der Polarnacht ist der Polartag

Der Zeitraum dafür liegt um die Wintersonnenwende. Die genauen Daten können sich aber aufgrund atmosphärischer Verhältnisse verschieben. Bei einem kalten, von wärmeren Luftschichten überlagerten Boden und entsprechender Lichtbrechung kann es passieren, dass man die Sonne über dem Horizont erkennt, auch wenn sie sich in Wirklichkeit darunter befindet. So kann der Eindruck entstehen, sie würde auch am dunkelsten Tag im Jahr vollständig aufgehen. Das Gegenteil der Polarnacht ist der sogenannte Polartag mit der dann auftretenden Mitternachtssonne.