Das phänologische Jahr wird in 10 „phänologische Jahreszeiten“ eingeteilt

Wetterlexikon: Phänologische Jahreszeiten

Wetterlexikon: Phänologische Jahreszeiten
Die Sonne scheint durch die Blätter einer Stieleiche, die sich schon herbstlich verfärbt haben. © deutsche presse agentur

Was sind phänologische Jahreszeiten?

Die phänologischen Jahreszeiten teilen das Jahr aufgrund des typischen Wachstumsverhaltens bestimmter Pflanzen ein. Auf Basis der vier Hauptjahreszeiten gibt es zehn phänologische Jahreszeiten: Vor-, Erst- und Vollfrühling; Früh-, Hoch- und Spätsommer; Früh-, Voll- und Spätherbst sowie den Winter. Der Vorfrühling ist dabei z. B. durch die Blüte des Haselstrauchs als sogenannte Leitphase gekennzeichnet. Der Spätherbst ist durch die Blattverfärbung der Stieleiche definiert. Die Jahreszeiten und Leitphasen werden in einem phänologischen Kalender festgehalten.

Der phänologische Kalender

Der Kalender hat durch Langzeitbeobachtungen eine wichtige Bedeutung für die Landwirtschaft. Wenn die wichtigen Zeigerpflanzen in einer Beobachtungsregion fehlen, können auch Tiere und ihr Verhalten zur Interpretation herangezogen werden. Die Zeigerpflanzen sind in Mitteleuropa zwar relativ gleich, doch setzen die phänologischen Jahreszeiten je nach Lage unterschiedlich ein.

Die Phänologie liefert verlässliche Daten zum Klimawandel in den letzten hundert Jahren und ermöglicht darauf aufbauend auch Hypothesen für die Zukunft. Die Frühlingsphasen etwa treten immer früher ein.