Wetterlexikon: Omegalage

Wetterlexikon: Omegalage
Bei der Omegalage erinnert das Strömungsfeld sehr stark an den griechischen Großbuchstaben Omega. © DWD

Was ist eine Omegalage?

Eine Omegalage bezeichnet eine bestimmte Anordnung von Hoch- und Tiefdruckgebieten, bei der die Isobaren (Linien gleichen Luftdrucks) die Form des griechischen Buchstaben Omega (Ω) annehmen. Aufgrund der Strömungsrichtung um Hoch- und Tiefdruckgebiete blockieren diese sich während solcher Lagen gegenseitig, sodass diese Wettersituation oft sehr stabil und damit weit vorhersagbar ist. Generell wird eine Omegalage durch zwei Tiefdruckgebiete gebildet, die ein Hochdruckgebiet zwischen sich einschließen.

Durch eine Omegalage wird die Westströmung abgeschwächt

Die westliche Grundströmung, der Jetstream, umfließt dabei das erste Tief gegen den Uhrzeigersinn (zyklonal), dann das Hoch gegen den Uhrzeigersinn (antizyklonal) und zieht dann weiter in das zweite Tief. Der Jetstream wird dadurch gezwungen, seine charakteristische West-Ost-Richtung zu verlassen und weit nach Norden und Süden auszuweichen – er schlägt Wellen bzw. „mäandriert“. Somit wird die Westströmung, die Druckgebiete normalerweise über den Globus bewegt, abgeschwächt und Hochs und Tiefs sowie die mit ihnen verbundenen Wetterlagen verweilen länger als üblich über einer Region.