Wetterlexikon: Martinssommer

Goldener Herbst am Fastenberg bei Schladming
Meist schließt sich der Martinssommer an den Altweibersommer und sogenannten Goldenen Oktober an. © picture alliance / Martin Huber, Martin Huber

Was ist ein Martinssommer?

Der Martinssommer, auch Martini-Sommer, ist eine typische Schönwetterperiode im November. Der Begriff geht auf den heiligen Martin zurück. Der Martinssommer zeichnet sich durch eine stabile Hochdrucklage über Mittel- und Osteuropa mit von Süden kommendem, warmem Wind aus. Meist schließt er sich an den Altweibersommer und sogenannten Goldenen Oktober an.

Martinssommer meist nicht länger als eine Woche

Zwar sind die Temperaturen im Martinssommer nicht mehr sommerlich, jedoch ungewöhnlich mild. Am Todestag des heiligen Martin von Tours, dem 8. November 397, soll der Martinssommer erstmals aufgetreten sein.

Es handelt sich beim Martinssommer um einen sogenannten Witterungsregelfall, der häufig auftritt. Meist setzt er um den 11. November, den Namenstag des heiligen Martins, ein und bringt Temperaturen von bis zu 20 Grad. Sonne ist dabei nicht unbedingt zu erwarten, auch Nebel und starker Wind sind keine Seltenheit. Meist hält sich der Martinssommer aber nicht länger als eine Woche und geht dann fast nahtlos in Nachtfröste und winterliches Wetter über.