Wetterlexikon: Lostag

Wetterlexikon: Lostag
Lostage waren nach altem Volksglauben bestimmte Tage, die das Wetter der kommenden Wochen und damit für die Verrichtung verschiedener landwirtschaftliche Arbeiten bedeutsam waren. © picture alliance, Sandra Finger

Was ist ein Lostag?

Als Lostage bezeichnet man feste Tage innerhalb des Jahreslaufs, die nach alten Traditionen Aussagen über die kommende Witterung zulassen. Das Erscheinungsbild dieses einen Tages entscheidet laut dieser Bauernregeln über das Wetter der nächsten Zeit. Beispielsweise gilt die Regel, dass man, wenn der 2. Februar ein schöner Tag ist, noch nicht an leichte Kleidung zu denken brauche, weil der Frühling noch in weiter Ferne sei. Der Siebenschläfertag am siebten Juli entscheidet das Wetter für die kommenden sieben Wochen.

Lostage markieren auch Saisongrenzen

Zu den Lostagen zählen auch jene Tage, die Saisongrenzen markieren. So leitet St. Johann, der 24. Juni, den Erntebeginn mit dem Heuschnitt ein, da man davon ausgehen kann, dass sich danach eine warme, trockene Witterung durchsetzt. Die sogenannte Kalte Sophie am 27. Mai verspricht als letzter Tag der „Eisheiligen“ das Frostende und gibt somit die Aussaat empfindlicher Pflanzen frei.