Nahezu windstilles Gebiete im Bereich des Äquators

Wetterlexikon: Kalmen

Wetterlexikon: Kalmen
Unter Kalmen (Windstillen; von französisch calme ‚Flaute‘, ‚Stille‘) versteht man die nahezu windstillen Gebiete im Bereich des Äquators. © picture alliance, Gunter Kremer

Was sind Kalmen?

Kalmen sind windschwache Zonen, die sich im Bereich des subtropischen Hochdruckgürtels zwischen 25-40 °N und 25-35 °S befinden. Die großräumige Luftabsenkungen von den Polregionen werden am Boden zum Westwind der gemäßigte Breiten. Die Luft vom Äquator wird hingegen zum Passatwind.

Früher war diese Region bei Seeleuten gefürchtet

Der ursprüngliche Name der Kalmen, Rossbreiten, stammt aus der Schifffahrt. Geriet ein Schiff in diese Zone, kam es nicht mehr voran. Schnell wurde das Wasser am Bord knapp und die größten Wasserverbraucher, darunter vor allem Pferde, wurden über Bord geworfen, um Wasser zu sparen.

Heute ist das nicht mehr notwendig, auch wenn die Kalmen immer noch gerne als Rossbreiten bezeichnet werden. Gerade Segelboote können in der Zone große Probleme bekommen, da kein Wind aufkommt. Ohne einen zusätzlichen Motor muss man sich vom Meer treiben lassen, bis man in einen windigeren Bereich kommt.