Das Phänomen tritt auf, wenn sich in der Erdatmosphäre Licht an Eiskristallen bricht

Wetterlexikon: Halos

Was sind Halos?

Der Begriff Halos stammt aus dem Griechischen und bedeutet Hof und Kreis. Das Phänomen tritt auf, wenn sich in der Erdatmosphäre Licht an Eiskristallen bricht. Aufgrund der Reflexionen entstehen so weiße oder farbige Kreise, Bögen, Säulen oder Lichtflecken am Himmel.

Eiskristalle sind für die Bildung von Halos verantwortlich

Wenn Eiskristalle in einer Höhe von etwa acht bis zehn Kilometern vorhanden sind, gibt es Cirruswolken am Himmel. Für Halos ist es zudem wichtig, dass die Eiskristalle regelmäßig als sechseckige Plättchen oder Säulen gewachsen sind. Haben die Eiskristalle eine bestimmte Größe und vor allem ein bestimmtes Gewicht erreicht, sinken sie in Richtung Erde. Dabei fällt Licht in die Kristalle, bricht beim Eintritt und nochmals beim Austritt, wobei die Reflexionen und Lichtbrechungen entstehen.

Am häufigsten sind Halos als 22°-Ring um die Sonne oder den Mond. Halos können jedoch auch als Nebensonne, Untersonne oder 46°-Ring erscheinen. Sind unterschiedliche Eiskristallformen vorhanden, können mehrere Halo-Effekte gemeinsam auftreten.