Wetterlexikon: Cirrus

Was ist Cirrus?

Als Cirrus wird eine Wolkenform bezeichnet, die in leuchtend weißen Fäden, bei tiefstehender Sonne auch gelb oder rosa, oder als ausgefranste Büschel, zum Teil mit auslaufenden Haken oder Schleppen, erscheint. Diese optisch dünnen Wolken entstehen in einer Höhe von etwa 8.000 bis 12.000 Metern und bestehen deshalb aus Eiskristallen. Der Name Cirrus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Haarlocke oder Franse und deutet somit auf das Erscheinungsbild dieser Wolken hin.

Kondensstreifen sind eine Sonderform von Cirrus

Cirrus erscheinen fadenartig aufgrund der Höhenwinde im Gebiet ihrer Entstehung. Bei Turbulenzen wegen Änderung der Windrichtung entstehen häufig Cirrus. Doch sie können auch aus Fallstreifen von Wolken, sogenannten Virga-Bildungen, von Cirrocumuli, Altocumuli oder dem Oberteil von Cumulonimbi entstehen. Eiskristalle werden dann aus diesen Wolkenformen herausgeweht und bilden so Cirrus.

Eine Sonderform von Cirrus sind die Kondensstreifen, die infolge der Verbrennungsvorgänge in Triebwerksturbinen von Düsenflugzeugen entstehen. Der heiße Wasserdampf entwickelt sich zu Eisnadeln, die sich wiederum zu künstlichen Cirrus anordnen.