Wetterlexikon: Groundhog Day

William Cooper hält das Murmeltier „Phil“ in Gobbler's Knob, einem Waldstück bei Punxsutawney (Pennsylvania), auf seinem Arm.
„Groundhog Day“ in Punxsutawney, Pennsylvania. © dpa, A9999 DB

Was ist der Murmeltiertag?

In den USA und in Kanada wird am 2. Februar der „Groundhog Day“ gefeiert, bei uns besser bekannt als Murmeltiertag. Das Brauchtumsfest wird in verschiedenen nordamerikanischen Städten und Gemeinden abgehalten. Angeblich soll man anhand des Verhaltens eines aus dem Winterschlaf erwachten Murmeltiers das Wetter der nächsten sechs Wochen vorhersagen können.

Groundhog Day: Ein Murmeltier als Wetterfrosch

Der Tradition nach funktioniert das Ganze so: Das Murmeltier wird nach seinem Winterschlaf aus seinem Bau gelockt. Wenn das Tier seinen Schatten sieht, das Wetter somit klar und sonnig ist, kehrt es in seinen Bau zurück. Das wird als Zeichen gedeutet, dass der Winter noch weitere sechs Wochen andauert. Ist es bewölkt, bleibt das Tier draußen und das Wetter wird mild.

Jährlich grüßt das Murmeltier

Die US-Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (1993) mit Bill Murray und Andie MacDowell in den Hauptrollen machte den Murmeltiertag und sein Brauchtum weltweit bekannt. Die Tradition geht auf einen Brauch der Germanen zurück, bei dem ein Dachs zur Darstellung des Herrn, auch Mariä Lichtmess (am 2. Februar – 40 Tage nach Weihnachten) genannt, das Wetter vorhersagt. Deutsche Einwanderer in Pennsylvania hatten diesen Brauch nach Nordamerika importiert.

Die Gemeinde Punxsutawney im US-Staat Pennsylvania, in der auch der Hollywood-Film spielt, ist der Ort mit der längsten Tradition in Nordamerika. Dort finden die jährlichen Feierlichkeiten seit 1887 statt. Das Waldmurmeltier „Punxsutawney Phil“ ist der Weltstar unter seinen Artgenossen.

Es gibt in unserem Sprachraum mehrere Bauernregeln und Redewendungen zur Wettervorhersage für den 2. Februar, zum Beispiel: „Ist es zu Lichtmess mild und rein, wird es ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.“