Wetterlexikon: Graupel

Wetterlexikon: Graupel
Ein Mann hält am Karfreitag (21.03.2008) nach einem heftigen Graupelschauer in Berlin Frostgraupel in den Händen. © picture-alliance/ dpa, Arno Burgi

Was ist Graupel?

Als Graupel bezeichnet man eine Niederschlagsart, die in Form von kleinen Schneekristallen vom Himmel fällt. Die Kristalle bestehen aus angefrorenen, verklumpten Wassertropfen. Graupelkörner werden bis zu 5 mm groß, in ihrer kleinsten Form (unter einem Millimeter) nennt man sie Griesel. Graupel ist nicht zu verwechseln mit Hagel, dessen Körner einen deutlich größeren Umfang sowie eine größere Dichte aufweisen.

Undurchsichtiger Frostgraupel, durchsichtiger Reifgraupel und feiner Schneegriesel

Aufgrund seiner rauen Struktur und geringen Dichte fällt er langsam und gehört daher zu den Niederschlagsarten, die bei ihrem Auftreffen auf die Erde am wenigsten Schaden anrichten. Graupel kommt hauptsächlich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt vor. Er entsteht unter dem Einfluss trockener Polarluft, wenn Wolken wenig Feuchtigkeit enthalten. Dieser Zustand tritt besonders im Frühling häufig auf.

Graupel hat drei Unterarten: den undurchsichtigen Frostgraupel, der bei kalten Temperaturen um -4 Grad auftritt, den durchsichtigen Reifgraupel, der bei Schneefall typisch ist und den feinen Schneegriesel, der allein bei Temperaturen unter 0 °C vorkommt.