Wetterlexikon: Gradtage

Lange Eiszapfen hängen am Mittwoch (13.01.2010) von der Dachrinne des Schwarzwälder Gasthofs "Löwen" in Breitnau (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald), während die Wirtin Barbara Herrmann aus dem Fenster schaut. Der Winter hat die Hochlagen des Schwarzwal
Gradtagzahl und Heizgradtag werden zur Berechnung des Heizwärmebedarfs eines Gebäudes während der Heizperiode herangezogen. © dpa, Rolf Haid

Was sind Gradtage?

Bei den Gradtagen handelt es sich um den Temperaturunterschied zwischen der regulären Raumtemperatur von 20 °C und dem jeweiligen Mittelwert des Tages der Lufttemperatur, welche als Außentemperatur definiert wird. Jeden Tag werden die Gradtage gezählt und die Summe über den Monat dargestellt. Sie sind von der Regierung festgelegt und halten sich an die VDI-Richtlinien.

Gradtage und Gradtagzahlen

Die ermittelte Summe stellt den Temperaturunterschied derjenigen Tage im Monat dar, welche unter den Temperaturmittelwerten von 15 °C lagen und deshalb als Heiztage bezeichnet werden. Die Gradtage gelten in Zusammenhang mit den Klimafaktoren als Basis, um die Witterungsbereinigung zu berechnen, die für die Energieeinsparverordnung wichtig ist.

Um Gradtage nach VDI 4710 zu berechnen, steht ein Gradtag für die Differenz zwischen der Heizgrenze und der aufgeheizten Lufttemperatur sowie der eigentlichen Lufttemperatur. Die Heizgrenze kann in diesem Bereich frei gewählt werden, wobei die Raumtemperatur entfällt. Oftmals werden die Gradtage mit den Gradtagzahlen in einem Atemzug genannt.