Wetterlexikon: Glashauseffekt

Hausfassaden spiegeln sich bei Sonnenschein am Freitag (17.02.2006) in der Glas-Front des Neuen Museums in Nürnberg. Laut Vorhersage der Meteorologen zeigt sich am Wochenende die Sonne in Bayern bei wechselhaftem Wetter hin und wieder. Foto: Daniel K
Den Glashauseffekt machen sich Architekten gerne zunutze. © dpa/dpaweb, A3609 Daniel Karmann

Was ist der Glashauseffekt?

Die Wärmeaufnahme von Materialien eines Innenraums durch Wärmestrahlung, die durch Glas dringt, wird als Glashauseffekt bezeichnet. Das Sonnenlicht fällt bei diesem Vorgang ungehindert durch das lichtdurchlässige Glas. Die inneren Wände nehmen die Wärmestrahlung auf und absorbieren sie. Der Glashauseffekt erinnert häufig an den sogenannten Treibhauseffekt in der Atmosphäre, bei welchem ebenfalls Strahlung nicht zurückgeworfen werden kann und von der Umgebung absorbiert wird.

Der Glashauseffekt wird gerne von Architekten genutzt

Besonders gerne wird der Glashauseffekt von Architekten genutzt, die Häuser so entwerfen, dass genügend Sonnenlicht durch die Fenster einfallen kann. Der Innenraum speichert die Wärme, wodurch es auch im Winter warm ist, solange die Sonne scheint. Die Wärmeenergie geht kaum verloren, da nur sehr selten im Winter lange gelüftet wird und die warme Luft lange erhalten bleibt. Der Glashauseffekt wird ebenfalls für andere Bereiche benutzt, wie zum Beispiel die Botanik. Spezielle Pflanzenarten benötigen viel Wärme, welche mit Hilfe eines Glashauses gespeichert werden kann.