Die potentielle Energie eines Luftpaktes in einer definierten Höhe in der Atmosphäre

Wetterlexikon: Geopotential

Wetterlexikon: Geopotential
Da an den Polen die Gravitationskraft im Gegensatz zum Äquator einen etwas größeren Wert annimmt, liegt die Geopotentialfläche am Pol tiefer als am Äquator. © dpa, -, kd_sus tba wok

Was ist das Geopotential?

In der Geophysik ist das Geopotential das Schwerpotential der Erde, also die potentielle Energie der Luft auf festgelegte Druckflächen. Das Geopotential vereinigt zwei Potentiale zu einem Gleichgewicht: das Potential der Erdanziehungskraft bzw. das Gravitationspotential und das Potential der Fliehkraft bzw. das Zentrifugalpotential. Die Geopotentialflächen, also die Flächen gleichen Geopotentials, sind an den Polen weniger weit entfernt als vom Erdmittelpunkt oder der Erdoberfläche. Dies hat mit der erhöhten Zentrifugalkraft am Äquator zu tun.

Eine kalte und trockene Luftmasse hat ein niedriges Geopotential

Das Geopotential bzw. seine Flächen werden von der Energie einer Luftmasse stark beeinflusst. Die Energie einer Luftmasse zeichnet sich durch ihre Temperatur und Feuchtigkeit aus. Je wärmer und feuchter eine Luftmasse ist, desto höher liegen auch die Potentialflächen. Mit höher gelegenen Potentialflächen steigt zugleich das Potential auf einer bestimmten Druckfläche. Eine kalte und trockene Luftmasse bedeutet gleichzeitig, dass ein niedriges Geopotential vorliegt.