Die äußerste Schicht der Erdatmosphäre

Wetterlexikon: Exosphäre

Die Atmosphäre und ihre Schichten
Die Exosphäre ist die äußerste Atmosphärenschicht.

Was ist eine Exosphäre?

Als Exosphäre wird die äußerste Atmosphärenschicht bezeichnet, die oberhalb der Thermosphäre in etwa 400 bis 1.000 km Höhe beginnt und allmählich in den Weltraum übergeht. Sie kann bereits als Teil des Weltraums angesehen werden. Ihre Obergrenze ist nicht genau definiert, weil ein fließender Übergang in den Weltraum besteht. Alle Luftteilchen der Exosphäre sind ionisiert und haben aufgrund der starken Molekülbewegungen eine theoretische, nicht direkt messbare Temperatur von ca. 1.000 Grad Celsius.

Die Exosphäre kann auch als Dissipationssphäre angesehen werden

Die Exosphäre und die darunterliegende Thermosphäre, die bei etwa 80 km Höhe beginnt, werden der sogenannten Ionosphäre zugerechnet. In der Exosphäre entmischen sich die Gasmoleküle je nach Atommasse. In Höhen ab ca. 1.000 km besteht die Exosphäre nahezu ausschließlich ionisierten Wasserstoffmolekülen.

In der Exosphäre findet ein Masseverlust statt, weil Luftmoleküle aufgrund ihrer Geschwindigkeit, die die Fluchtgeschwindigkeit der Erde (ca. 28.480 km/h) überschreiten kann, in den Weltraum entschwinden. Die Exosphäre kann deshalb auch als Dissipationssphäre angesehen werden.