Jener Teil der Atmosphäre, der große Mengen von Ionen und freien Elektronen enthält

Wetterlexikon: Ionosphäre

Was ist die Ionosphäre?

Die Ionosphäre, auch bekannt als Kennelly-Heaviside-Schicht, ist derjenige Teil einer Atmosphäre eines Planeten, der eine große Menge an Ionen bzw. ionisierten Partikeln (elektrisch geladenen Teilchen) enthält. Die Ionisation der Partikeln erfolgt durch die UV- und Röntgenstrahlung der Sonne. Durch Wechselwirkungen der Ionosphäre mit Sonnenwinden können unter anderem Polarlichter hervorgerufen werden.

D-Schicht, E-Schicht, F1- und F2-Schicht

Die Ionosphäre gehört zu der sogenannten Hochatmosphäre. Sie beginnt innerhalb der Atmosphäre der Erde bei einer Höhe von 60 bis 85 km. In einer Höhe von circa 2.000 km endet die Ionosphäre. Dabei beginnt sie in der Mesosphäre (bei etwa 60 km), durchläuft die Thermosphäre (bei circa 200 km) und endet in der Exosphäre (in etwa bei 2.000 km Höhe).

Innerhalb der Ionosphäre wird zwischen D-Schicht (60 bis 100 km), E-Schicht (100 bis 120 km) sowie F1- und F2-Schicht (200 bis 400 bzw. 400 bis 800 km) unterschieden. An diesen Schichten werden elektromagnetische Wellen, wie z.B. Lang- und Kurzwellen reflektiert. Die Ionosphäre ermöglicht damit den Funkverkehr auf der Erde.