Convective Available Potential Energy

Wetterlexikon: CAPE

Unwetter
10.06.2018: Eine sogenannte Superzelle mit einer tiefhängenden Wallcloud zieht von Leipzig nach Mittweida und Freiberg und formiert sich zur Unwetterfront. Sie brachte einen extrem heftigen Starkregen. © dpa, Bernd März, bm hpl

Was bedeutet CAPE?

CAPE steht als Abkürzung für Convective Available Potential Energy, also für die potentielle Energie, die der Konvektion zur Verfügung steht. Sie wird in J/kg (Joule pro Kilogramm) angegeben.

Wenn warme Luft aufsteigt

Konvektion bezeichnet im allgemeinen physikalischen Sinne den Transport von Wärme, in der Meteorologie aber speziell das Aufsteigen von warmer Luft. Die Kennzahl CAPE steht für die Menge an Energie, die für dieses Aufsteigen zur Verfügung steht und hängt somit direkt mit der vertikalen Geschwindigkeit eines Luftpakets während des Aufsteigens zusammen.

Die Information der verfügbaren Energie ist besonders relevant für die Vorhersage der Heftigkeit von konvektiven Schauern und Gewittern. Je mehr Energie zur Verfügung steht, desto größer ist das Risiko, dass ein Unwetter sehr heftig ausfällt. Typische CAPE-Werte für ein heftiges Gewitter in Mitteleuropa liegen um 2.000 J/kg. Allerdings enthält CAPE keinerlei Informationen über die Wahrscheinlichkeit von Unwettern, da sie nicht beinhaltet, ob überhaupt eine vertikale Luftbewegung stattfindet.