Wetterlexikon: Baumgrenze

Farbiger Herbstwald an der Baumgrenze
Farbiger Herbstwald an der Baumgrenze über dem Ennstal bzw. Taurachtal im Salzburger Pongau im Bereich der Fageralm. © picture alliance / Franz Pritz /, Franz Pritz

Was ist eine Baumgrenze?

Als Baumgrenze bezeichnet man die Zone, jenseits der keinerlei Baumbestände mehr zu finden sind. Je nach Kontinent tritt diese Grenze bei unterschiedlichen Höhenmetern ein. In den deutschen Alpen sind das rund 1.800 m, wodurch sogar die Gipfellagen des Schwarzwaldes, des Böhmerwalds und des Brockens jenseits der Baumgrenze liegen und unbewaldet sind.

In großer Höhe wachsen nur noch Sträucher und robuste Pflanzen

Zwischen Waldgrenze und Baumgrenze wachsen noch vereinzelt Bäume, die mit den rauen Bedingungen zurechtkommen, vor allem Kieferarten. Jenseits dieser Bewuchsgrenze gedeihen nur noch niedere Sträucher und robuste Pflanzen. Durch das Fehlen des Baumbestandes mit seinem breiten Wurzelwerk, das die Erde festhält, ist der Wasserhaushalt starken Schwankungen unterlegen.

In den Gebirgen der kälteren Regionen tragen neben Klimaveränderungen auch Schneebewegungen und Erosion der Felsen zum Wandel der Vegetation bei. In tropischen Gebieten, vor allem in Costa Rica, gibt es eine sogenannte hygrische Baumgrenze. Hier ist der Boden derart mit Wasser gesättigt, dass die Wurzeln der Pflanzen keinen Sauerstoff mehr aufnehmen können.