Eine jahrhundertealte Tradition

Wetterlexikon: Bauernregeln

Was ist eine Bauernregel?

Bauernregeln entspringen der Wetterbeobachtung der Landwirte und bieten pauschale Aussagen über bestimmte Witterungsverhältnisse. Das Wissen darüber, welche Verhältnisse wann im Jahr vorherrschen, ist für sie unerlässlich, da sie das Ausbringen von Saaten und das Ernten der Feldfrüchte bedingen und ihr wirtschaftlicher Erfolg so direkt von der Witterung abhängt.

Bauernregeln treffen erstaunlich oft zu

Dabei nehmen die Bauernregeln mit ihrer jahrhundertealten Tradition fast immer auf das regionale Klima und das dort vorherrschende Wetter Bezug. Eine zeitliche Häufung dieser Volkssprüche findet sich zudem dann, wenn die entsprechenden Monate besonders wichtig im Jahreskreislauf der Bauern sind. Die sogenannten Lostage geben Anhaltspunkte, wann mit Kälteeinbruch – den Eisheiligen – oder mit einem anhaltenden Großklima – Siebenschläfer – zu rechnen ist.

Bauernregeln wie "Ein früher Bettler und ein frühes Wetter (Gewitter) kommen am Tag zweimal" oder "Wie der Freitag am Schwanz, so der Sonntag ganz" treffen häufig mit erstaunlicher Präzision in der Region zu, in der sie überliefert sind.