Wetterlexikon: Baroklin

Die Erdatmosphäre
Die Erdatmosphäre ist die gasförmige Hülle der Erde. Die unterste der fünf Hauptschichten ist die Troposphäre. Hier spielt sich das gesamte Wettergeschehen ab.

Was ist Baroklin?

Als Baroklin werden die Flächen bezeichnet, welche gleichen Luftdruck (isobare Fläche) und Temperatur (isotherme Fläche) aufweisen, aber nicht parallel zueinander liegen, sondern sich gegenseitig schneiden. Auf einer isobaren Fläche existiert also ein Temperaturgleichnis und umgekehrt. Durch diesen Prozess passiert es, dass sich geostrophische Winde bei baroklinen Schichten mit der Höhe in Betrag und/oder Richtung ändern. Allgemein wird das als Windscherung bezeichnet. Insofern gibt es eine Geschwindigkeitsscherung und eine Richtungsscherung. Sollten sich die Winde nach links drehen, hängt das mit der erhöhten Kaltluft zusammen. Für eine Rechtsdrehung ist die Warmluft verantwortlich.

Der Gegensatz zu Baroklin ist Barotrop

Allgemein ist die Atmosphäre mehr oder weniger baroklin geschichtet. Auch für viele weitere Wettereignisse ist die barokline Schichtung wichtig, etwa die Zyklogenese oder das instabile Verhalten von atmosphärischen Wellen. Deswegen sprechen Meteorologen gerne von der baroklinen Instabilität. Der Gegensatz zu Baroklin ist Barotrop. Bei diesen haben die Schichten immer eine konstante Temperatur, aber keine Windscherungen in der Höhe.