Wetter-Rückblick Mai 2020: Sehr sonnig, viel zu trocken und etwas zu kühl

May 4, 2020, Munich, Bavaria, Germany: In the Lake Langwied Langwiedersee area of Munich, Germany a double rainbow forms during changing, turbulent weather which included periods of heavy rains. Munich Germany - ZUMAb160 20200504zbpb160041 Copyright:
Regenbogen am Langwiedersee in Bayern - der Mai zeigte sich von seiner wechselhaften Seite © imago images/ZUMA Wire, Sachelle Babbar via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Das Wetter im Mai 2020 war dreigeteilt – aber fast überall zu trocken

Das Wetter im Mai 2020 zeigte sich in Deutschland von seiner launischen Seite und fiel regional recht unterschiedlich aus. Im Norden und im Osten war es oft bewölkt und frisch, es bliebt aber meist trocken. Im Gegensatz zum Süden, wo es oft heftige Niederschläge gab. Im Westen gab es viel Sonnenschein und kaum Regen. Der Mai lag deutschlandweit mit Niederschlagsmengen von rund 40 Litern pro Quadratmeter deutlich unter seinem Niederschlagssoll von 71 Liter pro Quadratmeter. Dabei fielen im viel zu trockenen Westen mancherorts sogar weniger als 10 Liter pro Quadratmeter, am Alpenrand wurden dagegen Niederschlagsmengen über 150 Liter gemessen. 

Viel Sonne, aber nicht in Bayern

Die Sonnenscheindauer lag in Deutschland durchschnittlich bei 230 Sonnenstunden und somit deutlich über dem Soll von 202 Stunden. Doch während man im Südwesten ganze 295 Sonnenstunden zählen konnte, schien in Süd- und Ostbayern örtlich nur 165 Stunden die Sonne.

Temperaturen im Mai 2020 sehr wechselhaft und insgesamt zu kühl

 Eisregen im Taunus 11.05.2020, Schmitten Hessen: Pünktlich zu den Eisheiligen zeigt sich der Gipfel des Großen Feldbergs im Taunus wieder winterlich. Bei Eisregen seit den Morgenstunden und Frost sind alle Pflanzen und Oberflächen mit einer dicken E
Pünktlich zu den Eisheiligen kam es mancherorts zu Schnee und Eisregen- wie hier im Taunus © imago images/Jan Eifert, Jan Eifert via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Auch bei den Temperaturen war der Mai 2020 wechselhaft. Auf eine zu kühle Phase zum Maibeginn, brachten subtropische Luftmassen warmes Sommerwetter nach Deutschland, bis es pünktlich zu den Eisheiligen einen deutlichen Temperatursturz von bis zu 20 Grad gab. In der darauffolgenden Woche kletterte in Deutschland das Thermometer vielerorts über 25 Grad und bescherte uns die ersten Sommertage. Insbesondere am langen Wochenende um Christi Himmelfahrt lockte das Sommerwetter die Menschen in die Natur – ein Segen nach den langen Wochen der Corona-Kontaktbeschränkungen. Gleichzeitig gab es im Mai 2020 aber auch mehr Frosttage als gewohnt. Im Durchschnitt erreichte der Mai in Deutschland eine Temperatur von +11,9 Grad und war damit im Vergleich zur Referenzperiode (1981 – 2010) etwas zu kalt. 

Wetter in Europa: Erste Hitzewellen im Mai 2020

22.05.2020, Spanien, Sevilla: Mehrere Personen gehen in Sevilla an einer Tafel vorbei, die eine Temperatur von 44 Grad anzeigt. Eine Hitzewelle trifft derzeit mehrere Gebiete Spaniens. Foto: María José López/EUROPA PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Hitzewelle in Spanien - am 22.05.2020 wurden in Sevilla über 40 Grad gemessen © dpa, María José López, europa press vco

Im Mai erreichten die ersten Hitzewellen den Südwesten von Europa. Temperaturen von über 30 Grad wurden Anfang Mai in Spanien, Portugal und Südfrankreich gemessen. In Andalusien im Süden Spaniens wurde es sogar bis zu +37 Grad warm. Unwetter folgten prompt. In Südosteuropa erreichte das Thermometer Mitte Mai sogar die 40-Grad-Marke. In der Adria und auf dem Balkan galt hohe Unwettergefahr. In Tire bei Izmir in der Türkei erreichten die Temperaturen mit fast +44 Grad Rekordniveau.

Weitere Wetter-Ereignisse im Mai 2020

Nachdem die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise mehr und mehr gelockert wurden, hatten viele deutsche Urlauber wohl dieselbe Idee und belagerten am langen Wochenende um Himmelfahrt Hollands Strände. Corona-Maßnahmen wie Abstand halten und Kontaktbeschränkungen waren so nahezu unmöglich – wie im Video zu sehen ist.

In den USA und Kanada sorgte im Mai die Sichtung von bis zu 5 Zentimeter großen Killerhornissen für Aufregung. Die Asiatischen Riesenhornissen bissen Bienen den Kopf ab und sind daher eine Bedrohung für die Bienenvölker Nordamerikas.