Von Überflutungen bis zur Waldbrandgefahr
Unwetter und Extremwetter in Deutschland mit krassen Gegensätzen
Der Süden Deutschlands hat es momentan mit heftigen Regenfällen und Gewittern zu tun. Verantwortlich dafür ist ein Tief über Italien, das in den kommenden Tagen für noch mehr Niederschlag sorgen könnte.
Keine 10 Grad und ergiebige Niederschläge
Der Süden Deutschlands wird momentan von Regen und Gewittern heimgesucht. Auslöser ist Tief Andreas, das sich aktuell über der Adria eindreht und zum Teil heftige Regenfälle, Gewitter, Hagel und Sturmböen im Gepäck hat. Das gilt insbesondere von Norditalien, über den Balkan bis in den Süden Österreichs. Aber eben auch der Süden Deutschlands bekommt die Auswirkungen zu spüren.
So sind dort sind im ersten Aufschlag bis einschließlich Samstag 20 bis 60 Liter pro Quadratmeter möglich. Sehr nass wird es in den kommenden Tagen auch über der Mitte Deutschlands. Gerade an den zentralen und westlichen Mittelgebirgen können örtlich bis zu 50 Liter je Quadratmeter zusammenkommen. Und es bleibt hier kühl mit Werten um die 10 Grad.
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Waldbrandgefahr als Kontrast

Das Kontrastprogramm liefert der Osten, wo sich die Sonne zeigt und es trocken bleibt. Dafür steigt dort die Waldbrandgefahr erheblich. Verbreitet liegt die östlich der Elbe bei Stufe 3 bis 4 - stellenweise ist am Wochenende sogar die höchste Stufe 5 möglich. Das gilt schwerpunktmäßig im nördlichen Brandenburg sowie in Mecklenburg-Vorpommern, wo dementsprechend größte Vorsicht geboten ist.
Neue Woche, neues Extremwetter, aber immer noch Unsicherheiten
Noch sind die Unsicherheiten bei den unterschiedlichen Wettermodelle groß. Dennoch manifestiert sich sich ein kleiner Trend, der nichts Gutes erahnen lässt. Einerseits zeigt der südeuropäische Tiefdruckballon in den Vorhersagen Tendenzen, sich nordwärts zu verlagern. Es könnte also zu einer sogenannten Vb-Lage kommen. Andererseits will sich zu allem Überfluss ein Kaltlufttropfen einmischen, der über Frankreich zum Mittelmeer zieht. Damit wäre das Chaos perfekt. Aber: Solche Entwicklungen machen es den Wettercomputern eben auch nicht leicht.
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Hochwassergefahr steigt in der kommenden Woche
Derzeit sieht es so aus, als ob Tief Andreas langsam über die Alpen nach Nordosten wandert. Das wäre eine sogenannte Vb-Wetterlage (gesprochen 5b) und erschwert wie oben schon angedeutet die Prognose. Sollte es sich bewahrheiten, dass Andreas Richtung Ostdeutschland und Polen zieht, bedeutet es gleichzeitig kräftige Regenfälle im Süden und Osten.
Bis Mitte/Ende nächster Woche stehen bis zu 200 Liter in den Prognosen. Es könnte stellenweise also heftiger krachen und regnen. Das gilt vor allem für Süddeutschland, wo einige Regionen sogar auf übertretende Flüsse einstellen müssten. Für konkrete Hochwasserwarnungen ist es aber aufgrund der Unsicherheit über die genaue Zugrichtung von Tief Andreas noch zu früh.
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(kfb/oha)