Wettertendenzen für die Adventszeit

Weiße Weihnacht - Wie stehen die Schnee-Chancen im Dezember 2020?

Weiße oder grüne Weihnacht - Das Rennen bleibt spannend

Noch rund einen Monat, dann sind wir mitten in der Weihnachtszeit. Dass der Weihnachtsmann in diesem Jahr endlich mal wieder mit dem Schlitten kommen kann, ist anhand der neusten Berechnungen aber leider etwas unwahrscheinlicher geworden. Und das liegt daran, dass die aktuellen Vorhersagen in unserem 42-Tage-Wettertrend gerade Mitte Dezember bis zur Weihnachtszeit eher mild ausfallen. Doch ganz chancenlos ist der Winter in Deutschland definitiv auch nicht. Wir schauen heute neben einem Blick in den Norden mal mehr auf die Mittelgebirge. Los geht es in Bremen, bevor es mit dem Wettertrend auf den Kahlen Asten und an den Alpenrand nach Garmisch geht.

Im Video oben: Wann bleibt der erste Schnee liegen?

Hintergrund und mehr zum Thema Winter:

Der 42-Tage-Trend für den Norden am Beispiel Bremen

Die Graphik zeigt den Temperaturverlauf sowie die Regenmengen für Bremen. Im Dezember 2020 sind durchaus auch mal kühlere Werte zu erwarten. Aber Schnee ist aufgrund der Trockenheit wohl eher Mangelware.
Der 42-Tage-Wettertrend für Bremen. Ein paar wechselhafte Abschnitte sind möglich. Insgesamt überwiegen aber die trockenen Phasen, so dass der Dezember 2020 am Ende ebenfalls zu trocken ausfallen könnte. © wetter-ressort

Das Wetter im Norden: Der Trend im Dezember 2020 ist zu mild für Schnee zum Fest

Nimmt man die aktuellen Computer-Vorhersagen für Bremen zur Hand, dann fällt auf, dass der Dezember 2020 zum einen einen durchaus wechselhaften Teil hat. Nämlich in etwa im mittleren Monatsdrittel. Dabei ist es dann auch relativ mild, bevor es zwischen den Jahren in den winterlichen Bereich mit Nachtfrost geht. Das wäre dann zwar kalt genug für Schnee. Aber es fehlen eben die Niederschläge.

42 Tage-Vorhersage für die Mittelgebirge am Beispiel Sauerland

Der 42-Tage-Wettertrend für den Kahlen Asten zeigt noch ein paar wechselhaftere Abschnitte kommen. Grundsätzlich könnte die Trockenheit im Dezember 2020 aber zum Problem werden.
Der 42-Tage-Wettertrend für das Sauerland ist überwiegend auf kühl als auf mild getrimmt. Auch ein paar Schauer sind drin. Die dürften dann sogar in Schnee übergehen. © wetter-ressort

Die Mittelgebirge mit guten Chancen auf Weiße Weihnachten 2020

Der Blick auf die Vorhersage für den Kahlen Asten im Sauerland in Nordrhein-Westfalen zeigt eindeutig: Die Chancen auf Schnee zum Fest sind dort gut. Denn was im Flachland kurz vor Weihnacht als nasskühles und wechselhaftes daher kommt, könnte den höheren Lagen als richtiges Winterfeeling begegnen. Auch wenn wir beim Kahlen Asten mit seinen gut 840 Höhenmetern ebenfalls sehen, dass das Weihnachtstauwetter nicht ganz auszuschließen ist. Eine knappe Kiste zwischen weißer und grüner Weihnacht.

42 Tage-Vorhersage für den Süden und die Berge am Beispiel von Garmisch

Für Spannung ist gesorgt: Denn der Dezember 2020 hat im Süden und auf den Bergen durchaus Potenzial. Selbst die weiße Weihnacht wäre demnach gut möglich.
Der 42-Tage-Wettertrend für Garmisch sagt in der aktuellen Berechnung durchaus gemischte Zeiten für den Dezember voraus. Auch Schnee wäre im Bergland drin. © wetter-ressort

Das Wetter auf den Bergen im Süden: Der Alpenrand ist Schneegarant?

Diese Frage lässt sich für den Dezember 2020 inzwischen gar nicht mehr ganz positiv beantworten. Die 42-Tage-Wettertrends sehen für den Süden nämlich häufig den eher milden Hochdruckansatz. Ganz raus sind die Niederschläge aber gerade rund um die Monatsmitte auch nicht. Gleichzeitig soll sich zur Weihnachtszeit kältere Luft einmischen, so dass es für Schnee zum Fest dann doch ganz gut aussieht. Nach Weihnachten und zwischen den Jahren auch mal mit strengem Frost, also deutlich unter minus 10 Grad. Es ist und bleibt ein spannendes Rennen um die Trend im Advent und die Weiße Weihnacht, bei dem die Berge natürlich die Nase vorn haben. Aber auch im Flachland ist noch vieles möglich.

So funktioniert unser 42 Tage-Wetter

Bevor sich die Menschen Gedanken um die Vorhersage von Wetter gemacht haben, sind ihnen schon gewisse Regelmäßigkeiten aufgefallen. Hieraus sind dann auch Bauernregeln entstanden. Das waren – wenn man so will – auch die ersten Formen der Langfrist-Wettervorhersagen. Bis heute ist in diesem Gebiet natürlich rasant viel passiert und wir sind Lichtjahre von den Ursprüngen entfernt.

Erste Wetterbeobachtungen und das Erkennen von Zusammenhängen und physikalischen Gesetzen gründeten die moderne Form der Wettervorhersage. Und die hat definitiv richtig viel zu bieten. Ein Teil der Vorhersagen zielt dabei auf Langfristprognosen ab. Ursprünglich vor allem für die Energiewirtschaft entwickelt, halten sie auch in unserer alltäglichen Wetterwelt mehr und mehr Einzug. Die experimentellen Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen des Amerikanischen Wetterdienstes NOAA beispielsweise. Und auch unsere 42 Tage-Trend geht – basierend auf dem europäischen Wettermodell – in den Bereich von mehreren Wochen mit den Charts für Höchsttemperatur, Tiefsttemperatur und Niederschlag. Kombiniert mit dem Fachwissen unserer Meteorologen/-Innen und Redakteure/-Innen, um Ihnen einen Blick über die aktuellen Trends und Fakten für die kommenden sechs Wochen zu geben. Dieser Artikel wird immer am Wochenende mit neuen Karten aktualisiert

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