Unwettergefahr steigt erneut

Gewitter und Starkregen bestimmen die kommenden Tage

von Karim Belbachir und Martin Pscherer

Es brodelt in der Wetterküche und bereits zum Mittwochabend steigt die Unwettergefahr erneut. Der Hauptkampftag ist allerdings der Donnerstag. Starkregen mit Regensummen von teilweise mehr als 100 Litern in kurzer Zeit sind dann möglich. Aber auch Hagel und Sturmböen sind mit von der Partie.

Unwetter-Serie über Deutschland

Gewitterrisiko am Donnerstag, 8. September 2022 in Deutschland
Die Gefahr von Gewittern steigt am Donnerstag deutlich an. Starkregen, Hagel und Sturmböen sind dann nicht ausgeschlossen.

Es rumpelt mächtig und selbst am Freitag und Samstag sind noch Gewitter möglich. Eine Gewitterfront lässt es wieder ordentlich blitzen und donnern. Dabei besteht immer mal wieder Unwettergefahr. Tagsüber starten am Mittwoch bereits einzelne Regenschauer und Gewitter. Dabei sind örtlich auch Unwetterereignisse mit Starkregen, Hagel und Sturmböen nicht ausgeschlossen. Diese sind am ehesten zwischen Nordsee und Sachsen zu erwarten.

So richtig los geht aber dann ab der zweiten Nachthälfte zum Donnerstag. Dann steigen in einem Gebiet vom Niederrhein bis zum Bodensee und Allgäu die Regensummen schlagartig an. In kurzer Zeit kommen da 20 Liter pro Quadratmeter zusammen. Teilweise können es auch 30 bis 60 Liter werden. Im Nordosten sind ebenfalls kräftigere Gewitter mit Unwetterpotenzial möglich.

Größte Unwettergefahr am Donnerstag

„Die Gewitter breiten sich am Donnerstagvormittag vom Niederrhein über die Mittelgebirge bis nach Bayern dann aus“, wie wetter.de-Meteorologe Martin Pscherer erklärt. Zum Nachmittag liegt die Gewitterfront über dem Emsland bis rüber in den Osten. Hier fällt dann häufiger Starkregen. Pscherer: „20 bis 50 Liter, lokal um die 100 Liter und in den Spitzen auch mehr als 100 Liter pro Quadratmeter können da in kurzer Zeit zusammen kommen.“

Die Unwettergefahr verlagert sich zum Abend hin in den Norden. Von Schleswig-Holstein bis ins nördliche Brandenburg könnten Hagel, Starkregen und Sturmböen die Abendplanung durcheinander wirbeln, sofern es um Außenveranstaltungen geht. Halten Sie das Radar am besten im Blick.

Sonntag trockener und freundlicher

Niederschlag am Freitag, 9. September in Deutschland
Den meisten Regen bekommt am Freitag wohl der Norden ab.

Zwar bleibt es am Freitag und Samstag teilweise noch gewittrig und auch lokale Unwetter bleiben weiterhin möglich, trotzdem lässt die Gefahr nach. „Samstag regnet es im Süden und Osten noch hier und da, aber der Rest bekommt freundliches und trockenes Wetter“, berichtet der Meteorologe Pscherer.

Dieser Trend setzt sich auch am Sonntag fort. Zwar hängt die Südosthälfte noch unter dichten Wolken, für den restlichen Teil Deutschlands gilt das jedoch nicht. Denn die Nordwesthälfte kann sich wieder über trockenes und freundliches Wetter freuen. Die Unwetter sind dann vorerst wieder vorbei.

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(kfb, mps)