Gewitter und Unwetter aktuell

Tief QUILLAN beendet den sonnigen und sehr warmen Spätsommer

RTL-Meteorologe blickt auf die Wetterkarten und Prognosen

Endlich hatten wir mal einige Tage tolles Sommerwetter, was uns der eigentliche Sommer in diesem Jahr so oft verwehrte. Und schon ist es wieder vorbei. Tief QUILLAN zieht mit seiner Wetterfront über Deutschland und beendet mit teilweise heftigen Gewittern den Spätsommer. RTL-Meteorologe Björn Alexander hat für uns alle Fakten zur Wetterlage im Blick.

Regen und Gewitter aktuell

Wie geht es mit den Unwettern weiter?

Wann und wo die Gewitter sich bilden, erklärt Alexander: „Am Freitagvormittag waren im Nordwesten und Norden schon teilweise heftige Gewitter unterwegs. Nachmittags und abends werden die Gewitter dann aber auch in den zuvor noch schönen Regionen häufiger und intensiver. Einen Unwetterschwerpunkt sehen die Wettercomputer momentan besonders von Eifel und Sauerland bis rauf nach Mecklenburg-Vorpommern. Ebenfalls betroffen von schweren Gewittern sind Teile Brandenburgs.”

Unwetter im Blick - Eine Auswahl der intensivsten Gewitter bisher

Tief QUILLAN hat bereits gestern feuchtwarme Luft zunächst nach Westdeutschland geführt. Örtlich gab es Platzregen mit Regenmengen zwischen 20 und 40 Liter pro Quadratmeter in weniger als einer Stunde:

  • Bergisch-Gladbach 35,8 Liter pro Quadratmeter in 30 Minuten zwischen 17 und 18 Uhr
  • Olpe 27,2 Liter pro Quadratmeter in der Stunde vor 20 Uhr
  • Wipperfürth Liter pro Quadratmeter zwischen 18 und 19 Uhr

Am Abend und in der Nacht zogen die Regengüsse und Gewitter über Ostwestfalen und das Münsterland nach Nordniedersachsen. In Steinheim in Ostwestfalen fielen dabei am späten Abend 29 Liter pro Quadratmeter in weniger als einer Stunde.

Am Vormittag ging es dann im Norden zum Teil heftig zur Sachen. In Hamburg gab es beispielsweise Überflutungen durch Gewitter, die teilweise über 30 Liter Regen pro Quadratmeter binne kurzer Zeit gebracht haben.

Wo bleibt es am längsten sonnig?

Es gibt aber auch Regionen, wo sich die Unwetter erst später breit machen: „Insbesondere der Osten Deutschlands kann sich noch lange über viel ungetrübten Sonnenschein freuen. Nachmittags und abends kann es aber auch hier häufiger krachen. Zuvor wird es im Bereich Berlin/Brandenburg und Sachsen am wärmsten bei bis zu 27 Grad”, erklärt der Meteorologe.

Welche Gefahren drohen?

dpatopbilder - 09.07.2021, Bayern, Ansbach: Wasser fließt durch eine offene Kanalisationsluke. Insbesondere im Süden Deutschlands ist es am Freitag zu zahlreichen wetterbedingten Notfällen und Einsätzen von Polizei und Feuerwehr gekommen. Foto: Nicol
Zwar könnte es zu lokalen Überschwemmungen kommen, aber die Situation ist nicht mit den Überflutungen im Juli zu vergleichen.

„Mitunter erwarten uns weiterhin intensive Gewitter mit der Gefahr von Unwettern durch Starkregen, Hagel und Sturmböen.” In den stärksten Gewittern seien – ähnlich wie bei den Unwettern gestern – 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter mit lokalen Überschwemmungen möglich, so Alexander weiter. Allerdings sei die Situation nicht mit einer hochsommerlich und tropisch anmutenden Gewitterlage vergleichbar.

Wann sind die Unwetter vorbei?

Wie lange wir mit den Unwettern rechnen müssen, weiß der Meteorologe auch: „In der Nacht zum Samstag und am Samstag selber sind insbesondere im Osten Deutschland noch heftigere Gewitter mit örtlichem Unwetterpotenzial drin. Dahinter wird es dann rasch ruhiger und die Schauer werden schrittweise seltener.”

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(bal/kfb)