Solarstrom auch für Zuhause

Geringere Stromrechnung dank eigenem Balkonkraftwerk

von Karim Belbachir

Solaranlage für den Balkon
Kompakte Solar-Anlage: Mieter können auf dem Balkon oder der Terrasse eine kleine Solaranlage anbringen. Foto: Jörg Sutter/engfe.de/dpa-tmn

Steigende Preise für fossile Brennstoffe und auch die Stromrechnung ist nicht mehr das, was sie mal war. Eine Stecker-Solaranlage auf dem Balkon könnte eine Lösung sein. Sie funktionieren etwas anders als übliche Photovoltaikanlagen.

Eigener Stromzähler dreht sich langsamer

ARCHIV - 23.11.2021, Baden-Württemberg, Karlsruhe: Ein Drehstromzähler, aufgenommen in einem Karlsruher Haushalt. (zu dpa "FDP: Ampel-Partner beraten frühere Abschaffung der EEG-Umlage") Foto: Uli Deck/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Drehstromzähler läuft mit einer eigenen Stecker-Solaranlage langsamer.

Gerade für Privatpersonen sind solche Stecker-Solarmodule interessant, da sie die eigene Stromrechnung günstiger machen können. Angebracht werden können sie an der Balkonbrüstung, aber auch als Standmodell erstanden werden. Sie bestehen aus einem oder zwei Solarmodulen (300/600 Watt) und einem Wechselrichter. Sie müssen eigenständig beim Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber registriert werden, bevor sie genutzt werden können. Allerdings kann damit kein Strom ins Netz eingespeist werden. Es dient lediglich dafür, den eigenen Stromzähler langsamer drehen zu lassen.

Geeignet ist jede Wohnung mit einem Balkon oder einer Terrasse. Diese Minisolaranlagen können auch an einer sonnenzugewandten Hauswand oder einem Dach angebracht werden. Dafür sollte allerdings zuvor mit dem Vermieter gesprochen werden, aber nur in wenigen Einzelfällen ist dessen Zustimmung notwendig. Bereits jetzt sind rund 150.000 dieser Anlagen in Deutschland im Betrieb.

Balkonkraftwerk für rund 500 Euro

ARCHIV - 24.09.2020, Bremen: ILLUSTRATION - Ein Stecker wird in eine Steckdose gesteckt. (zu dpa: "Hohe Energiepreise: Gewerkschaft fordert Energieschecks ") Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bis zu 600 Watt bringt ein eigenes Balkonkraftwerk.

Die stromerzeugenden Haushaltsgeräte werden über die Steckdose mit dem Haushalt verbunden. Über einen Wechselrichter wird die Sonnenenergie für die eigenen Haushaltsgeräte zur Verfügung gestellt. Der Wechselrichter wandelt den erhaltenen Gleichstrom in den zu Hause benötigten Wechselstrom. Die Balkonkraftwerke sind bereits für rund 500 Euro mit einem Solarmodul zu haben. Für etwa 900 Euro gibt es eine Stecker-Solaranlage mit zwei Modulen. Je nach Leistungsfähigkeit sind die Kosten bereits nach 6 bis 9 Jahren wieder eingespielt.

Ganz nebenbei wird dadurch auch CO2 eingespart. Innerhalb von 10 Jahren ist der eigene ökologische Fußabdruck bereits um mehr als 1 Tonne CO2 geringer. Außerdem ist die Handhabe recht einfach und ungefährlich. Der Stecker kann jederzeit gezogen werden.

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