Asteroid noch gefährlicher?

Nasa ändert die Gefahrenstufe von Asteroid Apophis

1999 KW4 ist unterwegs zu uns: Mit irrer Geschwindigkeit kommt der Riesen-Asteroid auf uns zugerast.
Seinen Besuch im März nutzten Wissenschaftler, um genauere Daten über Apophis zu sammeln. © iStockphoto

Neue Daten über Apophis im März gesammelt

Asteroid Apophis kommt auf seinem Weg um die Sonne uns immer mal wieder etwas näher. Anfang März war er bis auf 17 Millionen Kilometer an uns rangerückt und das Internationale-Asteroiden-Warn-Netzwerk (IAWN) nutzte die Chance, um Daten rund um den Asteroiden mit dem Namen „Gott der Finsternis“ zu sammeln.

Nach Auswertung der Daten, sieht die Nasa die Zeit gekommen, eine Änderung des Einschlagrisikos vorzunehmen.

Streichung von der Risikoliste der Asteroiden

ARCHIV - 01.02.2013, ---: HANDOUT - Die grafische Darstellung zeigt einen Asteroiden (r) beim  Vorbeiflug an der Erde. Asteroiden rasen sehr häufig an der Erde vorbei - meist aber in recht großem Abstand. Näher kommt unserem Planeten zu Anfang des nä
Im Jahr 2029 kommt Apophis bis auf 31.000 Kilometer an uns heran. © dpa, -, lof wst kno rho wok gfh wst

Die Beobachtungen des IAWN im März dienten dazu im Ernstfall auf einen Asteroiden dieser Größe vorbereitet zu sein und etwaige Maßnahmen zur planetaren Verteidigung zu konzipieren. Im Fall von (99942) Apophis gehen die Wissenschaftler nun davon aus, dass der Asteroid bei seinem Vorbeiflug 2029 seine Umlaufbahn durch die Erdanziehungskraft nicht so schwerwiegend ändern wird, dass er 2068 auf die Erde abstürzt. Dementsprechend hat die Nasa ihn nun nach 17 Jahren auch von der Liste der riskanten Asteroiden gestrichen. Das gilt zumindest für die kommenden 100 Jahre.

„Ein Einschlag im Jahr 2068 ist nicht mehr möglich und unsere Berechnungen zeigen für mindestens die nächsten 100 Jahre kein Aufprallrisiko“, versicherte Davide Farnocchia vom Zentrum für erdnahe Objekte der Nasa (CNEOS).

Bis auf wenige Kilometer genaue Daten über Apophis

Mars Antenna, NASA Deep Space Network, Goldstone, Mojave Desert in Kalifornien.
Mit Hilfe des Goldstone Observatoriums in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien konnten Forscher nun die Umlaufbahn genauer bestimmen. © BBC Exklusiv - Die Wunder unseres Sonnensystems

Durch die jüngsten Beobachtungen seien die Abweichungen in den Berechnungen der Umlaufbahn von Apophis im Jahr 2029 von Hunderten von Kilometern auf nur eine Handvoll Kilometer zusammengeschrumpft. „Diese Daten über seine Position im Jahr 2029 bietet mehr Genauigkeit über seine zukünftige Umlaufbahn, so können wir jetzt Apophis von der Risikoliste streichen“, erklärte Farnocchia.

Asteroid mit 370 Metern potentiell gefährlich

Der mehr als 370 Meter große und mehr als 50 Milliarden Kilogramm schwere Asteroid „Apophis“ galt bei seiner Entdeckung 2004 als Gefahr für die Erde. Die Nasa sprach seinerzeit von einer erheblichen Kollisionswahrscheinlichkeit und er bekam als erstes Objekt überhaupt auf der Turiner Skala den Wert 4. Das bedeutet eine Einschlagswahrscheinlichkeit von mehr als einem Prozent bei gleichzeitiger regionaler Verwüstung. Die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags von Apophis betrug anfänglich 2,7 Prozent.

Kein Wunder, wiegt der Brocken doch mehr als 50 Milliarden Kilogramm, die bei einem Einschlag auf der Erde einer Explosion von rund 1000 Megatonnen TNT gleich kämen. Das reicht um ein kleines Land komplett auszulöschen.

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