Naturschauspiel bei Vollmond

Mond-Regenbogen: So kannst du dieses Phänomen sehen

von Paul Heger & Oliver Scheel

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Ein Mondregenbogen über Berlin am 5. Januar.(Quelle: Martin Kalkuhl, Copyright Alta Via Consulting GmbH)

Das sieht man selten: Ein Regenbogen, obwohl es recht dunkel ist und nur der Mond scheint. Solch ein Mond-Regenbogen wurde kürzlich wieder gesichtet. Die Chancen, ihn zu sehen, sind dieser Tage regional recht gut.
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Nächtlicher Regenbogen: Ein faszinierendes Wetterphänomen

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Auch bei dieser Aufnahme sieht man den weißen Bogen über dem Hohen Sonnblick (Quelle: foto-webcam.eu)

„Das habe selbst ich noch nicht gesehen!“, staunt wetter.de-Meteorologe Christian Häckl, als er Userbilder von einem Mond-Regenbogen sieht. Wie tagsüber bei Sonne kann auch ein hell leuchtender Mond einen Regenbogen erzeugen. Dazu braucht es nur noch eine entsprechende Wetterlage mit Schauern und großen Wolkenlücken, durch die der Mond scheinen kann.

Solch eine Wetterlage haben wir tatsächlich in den kommenden Tagen: Am Freitagmorgen am ehesten von Sachsen bis Hamburg, am Freitagabend verbreitet in der Nordhälfte. Auch am Samstagmorgen kann es in der Nordhälfte noch mal klappen.

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Auf die Uhrzeit kommt es an

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Regenbogen bei Sonnenaufgang. (Quelle: Martin Kalkuhl, Copyright Alta Via Consulting GmbH)

Das Wetter ist das eine, die Uhrzeit das andere. Vielmehr entscheidet der Stand des Mondes darüber, ob es überhaupt einen Regenbogen geben kann. Dafür muss der Mond in recht flachem Winkel über dem Horizont stehen. Nur dann erschaffen die Reflexionen des Mondlichtes am gegenüberliegenden Regen einen leuchtenden Bogen.

Nun ja, und die Sonne sollte nicht gleichzeitig scheinen. Da der Mond aktuell am Nachmittag zwischen rund 15 Uhr und 16 Uhr aufgeht und zwischen 8 und 9 Uhr untergeht, gibt es abends und morgens auch diesbezüglich gute Voraussetzungen.

Vollmond vs. Sonnenlicht

Zu guter Letzt muss der Mond hell genug leuchten. Beim Sonnenlicht ist das Licht eigentlich immer stark genug, um entsprechend kräftig zurück gestreut werden zu können. Dementsprechend gibt es auch bei Sonnenauf- und -untergängen wunderbare, farbige Regenbögen. Beim Mond sollte am besten Vollmond sein.

Wie der Zufall will, sind wir aktuell in einer Phase mit hellem Mond. Das Maximum – also Vollmond – bekommen wir in der Nacht von Freitag zu Samstag. Der aktuelle Mond hat sogar einen besonderen Namen: Wolfsmond.

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(phe, osc)