Hier platzt die Schneebombe

Der Winter schlägt zurück: Bis zu 50cm Neuschnee

Die Verschärfung der Grenzwetterlage kommt

Die Entwicklung der Wetterlage in den kommenden Tagen ist extrem spannend. Selbst ein ausgewachsener Schneesturm in der gesamten Nordhälfte ist nicht auszuschließen. So sieht es zumindest RTL-Meteorologe Björn Alexander, mit dem wir über die erneute Verschärfung der Grenzwetterlage und die Folgen für unser Wetter sprechen.

Wie geht es mit unserem Wetter weiter?

12.02.2018, Niedersachsen, Hannover: Autos fahren in Linden durch den Schneeregen. Foto: Ole Spata/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die Winterluft aus Skandinavien bringt in Norddeutschland Schnee. © dpa, Ole Spata, ole

RTL-Meteorologe Björn Alexander: „In den nächsten Tagen verschärft sich die Grenzwetterlage über Deutschland erneut. Im Norden formiert sich die Winterluft von Skandinavien her und könnte bereits am Wochenende für Schnee und Sturm sorgen, während der Süden einen Hauch vom Vorfrühling abbekommt. Mit Luft aus der Sahara, Sonne und bis zu 16 Grad. Eine absolut extreme Ausgangslage für unser Wetter in der nächsten Woche. Auch wenn sich die verschiedenen Wettercomputer noch sehr uneins darüber sind, wie die anschließende Entwicklung sein wird.”

Wintersturm im Norden: Was könnte die Menschen dort erwarten?

 Spaziergänger im Jenischpark in Hamburg vor einer winterlichen Kulisse nach Minustemperaturen in der Nacht. *** Strollers in the Jenischpark in Hamburg in front of a wintry scenery after minus temperatures at night
Spaziergänger im Jenischpark in Hamburg vor einer winterlichen Kulisse: Modellprognosen sagen am Wochenende in der kompletten Nordhälfte verbreitet um die 10, zum Teil sogar 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee voraus. © imago images/Markus Tischler, Markus Tischler via www.imago-images.de, www.imago-images.de

„Auch an dieser Stelle gibt es durchaus noch unterschiedliche Ansätze der Computer-Vorhersagen. Aber es gibt durchaus Modellprognosen, die am Wochenende in der kompletten Nordhälfte verbreitet um die 10, zum Teil sogar 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee kommen sehen. Selbst bis zu einem halben Meter ist bis Montag stellenweise nicht ganz auszuschließen. Außerdem einen mitunter starken bis stürmischen Wind, der in freien Lagen zum Teil für massive Schneeverwehungen sorgen kann.”

Was sagen die Wettercomputer für die nächste Woche?

„Die Unterschiede bei den Wetterberechnungen sind nach wie vor groß. Das wird der ein oder andere sicherlich beim Blick auf die diversen Wetter-Apps bereits gesehen haben. Die Vorhersagen springen teilweise nämlich ganz gewaltig. Und genauso gewaltig sind eben auch die Möglichkeiten. Ein ganzer Teil der Vorhersagen lässt die Kaltluft aber auch bis in den Süden vorankommen. Selbst ganz eiskalte Berechnungen sind immer wieder im Rennen. Relativ sicher erscheint aber momentan, dass die komplette Nordhälfte richtig einwintert. Hier dürfte der Februar 2021 einer der kältesten Februar-Monate seit Jahren werden.

Inwieweit spielt der Polarwirbel dabei eine Rolle?

Der Polarwirbel ist in diesem Winter enorm angeschlagen und wird sich auch nicht mehr erholen. Das erhöht bei uns in Deutschland die Wahrscheinlichkeit von kalten Wetterlagen. Zumal sich der Polarwirbel teilt und wir somit in einen lupenreinen Polarwirbel-Split bekommen. Das hat übrigens nichts damit zu tun, dass es womöglich gar keinen Klimawandel gibt. Denn es gibt ja durchaus Menschen, die die Begriffe Wetter und Klima jetzt mal wieder in einen Topf werfen."

Unsere Wettertrends und Langfristprognosen

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-Themen haben, so können wir Ihnen den 7-Tage-Wettertrend ans Herz legen mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht brauchen Sie aber auch unsere Langfristprognose von ECMWF und NOAA.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

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