Das ist mal wirklich heißer Sch...

Tanzen und das Klima schützen: Energiegewinnung im Nachtclub

von Bernd Fuchs und Claudia Träger

In Clubs und Diskotheken ist es meistens laut und heiß. So heiß, dass wir reichlich Körperwärme abgeben. Kann man diese Wärme vielleicht zur Energiegewinnung nutzen? Ja, kann man. Ein schottischer Nachtclub macht das jetzt. Bernd Fuchs stellt das Bodyheat-Projekt im Klima Update vor.

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SWG3: Klima-Vorzeige-Club in Schottland

Klimaschutz und Nachtleben - wie passt das zusammen?
Auch die Clubszene will ihr grünes Gewissen aufpolieren und sensibel für Klimafragen werden.

Der Club SWG3 möchte bis zum Jahr 2025 vollständig klimaneutral werden. Schwierig für einen der belebtesten Veranstaltungsorte in Schottland. Aber die Betreiber haben die Herausforderung angegangen und ihren CO2-Fußabdruck immer im Blick.

Zu Beginn des Plans, klimaneutral zu werden, hatten sie einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von jährlich 38,5 Tonnen CO2 ermittelt. Die größten CO2-Quellen waren dabei Strom (89%), Gas (8%), Müll (7%) und Geschäftsreisen (4%).

Im laufenden Jahr soll auf dem Weg zur Klimaneutralität u.a. das Bodyheat-Projekt noch effizienter, Plastikmüll vermieden und Fahrten zur und von der Location umweltfreundlicher werden.

Clubtopia: Feiern mit gutem Klima-Gewissen

Tanzen für den Klimaschutz: Clubtopia und SWG3 machen es möglich.
Wir sollen feiern, als ob es ein Morgen gäbe.

In Deutschland hat sich die Initiative Clubtopia, Bündnis für eine grüne Clubnacht, in Berlin dem Trend zu mehr Nachhaltigkeit verschrieben. Das Kooperationsprojekt u.a. von BUND Berlin e.V. und Senat hat einen Code of Conduct für eine nachhaltigere Clubkultur ausgearbeitet. Unter der Devise „Feiern, als ob es ein Morgen gäbe" will Clubtopia die Szene in Sachen Klima- und Umweltschutz sensibler und ökologischer machen.

Denn: „Ein Club mit 300 Gäst*innen verbraucht an einem Wochenende ungefähr so viel Strom wie ein Singlehaushalt in einem Jahr. Allein durch den Bezug von echtem Ökostrom kann ein Club pro Jahr mehrere Tonnen CO2 einsparen“, heißt es auf der Website zukunft-feiern.de.

Das Ziel ist es, „Clubs und Veranstaltungen zu schaffen, die die planetaren Grenzen respektieren und mit Blick auf die kommenden Generationen verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen umgehen.“

Umwandlung von Körperwärme in Strom - schon ziemlich laute Zukunftsmusik

Keine Zukunftsmusik mehr: Strom aus Körperwärme.
Strom durch Körperwärme erzeugen - mit den richtigen Umwandlern geht auch das.

Die Idee, Strom aus Körperwärme zu gewinnen, ist nicht neu. Es braucht eben „nur“ entsprechende Methoden der Umwandlung.

Ein Forscher-Team von der University of Massachusetts hat einen Stoff entwickelt, der mithilfe von Körperwärme Energie erzeugt. Es handelt sich um ein thermoelektrisches Material, das zumindest einen kleinen Strom elektrischer Ladung von der warmen Körperregion zur kalten Umgebung produziert. Zumindest für tragbare Elektronik reicht’s.

In der Schweiz will das junge Unternehmen Mithras ebenfalls einen Teil der sonst verloren gehenden Körperwärme zurückgewinnen. Auch hier wird an einem thermoelektrischen Generator geforscht, der den Temperaturunterschied zwischen der Hautoberfläche und der Umgebung zur Stromerzeugung nutzt.

Auch die TU Dresden tüftelt daran, Wärme in nutzbare Energie umzuwandeln um beispielsweise Handys mittels Körperwärme aufzuladen. Was noch wie Zukunftsmusik klingt, kann durch thermoelektrische Bauelemente bald zur Realität werden.

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(ctr, bfu)