CO2-Fußabdruck halbieren – so geht‘s

Klimawandel: Die 7 Big Points für den ganz persönlichen Klimaschutz

Sparduschkopf und Ökostrom sind zwei der sieben Big Points zur Reduzierung von CO2.
Sparduschkopf und Ökostrom: Maßnahmen, die den durchschnittlichen CO₂-Fußabdruck halbieren. © Grafik: Mirja Dittrich / Datenquelle: UBA CO2-Rechner

7 einfache Stellschrauben für die Reduzierung von Kohlendioxid

Beim Klimaschutz muss erstmal die Politik ran. Naja, auf einer solchen Einstellung kann man sich schön ausruhen. Nein, wir alle können und müssen unser Verhalten ändern, um die Erderwärmung noch einigermaßen in Schach zu halten. Jeder kleine Schritt zählt, um den Ausstoß von Kohlendioxid zu reduzieren. Und dann gibt es noch die großen Hebel, die den ⁠persönlichen CO2⁠-Fußabdruck sogar richtig effektiv kleiner machen. Big Points nennt das Umweltbundesamt diese Stellschrauben, an denen jeder drehen kann.

Was sind Big Points? Konsum verändern fürs Klima

Die eine isst eh schon kein Fleisch, fliegt aber um in einem Jahr um die ganze Welt, der andere verzichtet auf das Auto, duscht aber jeden Morgen stundenlang. Jeder CO2-Fußabdruck sieht anders aus. So sind auch die Big Points für jede Person unterschiedlich. Wer bei seinen persönlichen Big Points ansetzt, reduziert den eigenen CO2-Fußabdruck besonders effektiv.

Wir gehen aber hier mal von Otto Normalverbraucher aus. Im Durchschnitt beträgt der CO₂-Fußabdruck einer Person in Deutschland 11,2 Tonnen und lässt sich mit diesen 7 Maßnahmen halbieren:

  • Sparduschkopf
  • Flugverzicht
  • gedämmter Wohnraum
  • pflanzenbetonte Ernährung
  • Ökostrom
  • weniger Auto fahren
  • bewusster Konsum

Die Big Points 1 bis 3

Viel frisches Gemüse gehört zu den Big Points für ein klimafreundliches Konsumverhalten.
Viel frisches, regionales und saisonales Gemüse: Der Schlüssel für eine klimafreundliche Ernährung. © iStockphoto, Ana Blazic Pavlovic

Sparduschkopf: Wie der Name schon andeutet, spart ein Sparduschkopf Wasser. Er reduziert den Wasserverbrauch beim Duschen sogar um knapp die Hälfte und damit auch die Energie zum Erwärmen des Wassers. Durch Beimischung von Luft bleibt trotz weniger Wassermenge ein voll sprudelnder Wasserstrahl Angebracht ist der Sparduschkopf im Handumdrehen und er kostet ungefähr das gleiche wie ein herkömmlicher Duschkopf.

Flugverzicht: Klar, ein Flug produziert unheimlich viel CO2. Übers Wochenende kurz mal zum Spottpreis nach Mallorca fliegen? Schön fürs Budget, aber ganz schlecht fürs Klima.

Pflanzenbetonte Ernährung: Eine vegetarische oder sogar vegane Ernährung vermeidet bis zu einer Tonne an Treibhausgasen, sagt das Umweltbundesamt. Die Fleischproduktion ist ein echter Klimakiller. Aber achten Sie bei Obst, Gemüse und Getreide auf regionale und saisonale Produkte. Das spart viel CO2 bei den Transport- und Lagerkosten.

Die Big Points 4 bis 7

Reparieren statt wegwerfen - auch das ist ein Tipp der Big Points für den Klimaschutz.
Ein gebrochenes Display vom Tablet oder Smartphone kann auch repariert bzw. ausgetauscht werden. Es muss nicht gleich ein neues Gerät sein. © Getty Images/iStockphoto, PJPhoto69

Weniger Auto fahren: Versteht sich von selbst, oder?

Bewusster Konsum: Auch wenn es auf den ersten Blick wehtut: Weniger kaufen, schont den Geldbeutel und das Klima. Denn bei sämtlichen Sachen, die wir konsumieren entsteht CO2 durch Herstellung, Transport und Lagerung. Was hilft? Reparieren, gebraucht kaufen, leihen, möglichst lange nutzen und der Versuchung mal widerstehen, immer den neusten heißen Schxxx haben zu wollen.

Ökostrom: Der Wechsel zu Ökostrom spart durchschnittlich über eine halbe Tonne CO2 pro Person, so das Umweltbundesamt. Noch besser aber ist: Strom sparen! Denn unseren ständig steigenden Stromverbrauch mit Windkraft- und Photovoltaikanlagen dicht an dicht im ganzen Land zu bedienen, ist auch nicht die beste Lösung.

Gedämmter Wohnraum: Auch eine gute Dämmung spart nach Angaben des Umweltbundesamts schnell eine halbe Tonne und mehr CO2 pro Person und Jahr. Da sind Mietern natürlich die Hände gebunden und Eigentümer müssen auch erstmal das nötige Kleingeld für eine Sanierung haben.

Das Konzept der Big Points

Das Umweltbundesamt zeigte schon in einer im Jahr 2010 veröffentlichten Broschüre, wie klimabewusste Menschen im Alltag der Politik vorausgehen können, nämlich unter Beachtung der Big Points. So richtig durchgesetzt hat sich das Konzept aber nicht. Um das Konzept der Big Points in der Klimaschutz-Kommunikation bekannter zu machen, stellt nun das Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum Sharepics und Infomaterialien zum kostenlosen Download und zur freien Verwendung bereit.

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