Besuch in der autofreien Siedlung

Begrünung gegen Klimawandel: Nachbarschaft macht Wohngegend klimafreundlich

Wetterexperte Bernd Fuchs besucht Pilotprojekt für Klima- und Artenschutz

Der Klimawandel ist in aller Munde, aber ändert sich auch etwas? Ja, zumindest gibt es viele Menschen, die vorangehen und ihr Leben und/oder ihr Umfeld ändern. Zum Beispiel in der Autofreien Siedlung in Köln. Die Bewohner verzichten bereits zu großen Teilen auf Autos und wollen noch mehr tun, um ihre Wohngegend besser für Klimaschutz und zur Erhaltung der Artenvielfalt einzurichten. RTL-Moderator Bernd Fuchs hat sich das Pilotprojekt angeschaut.

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Begrünung der Fassade in der Autofreien Siedlung Stellwerk 60
Fotomontage: So soll die Autofreie Siedlung in Köln begrünt werden. © Nachbarn60 e.V.

Fünf Beispiele, wie die Bewohner ihre Autofreie Siedlung klimafreundlicher machen wollen

  1. Laub darf unter Bäumen und Hecken liegen bleiben – Mit dieser Maßnahme soll einen ökologischer Lebensraum für Insekten geschaffen werden und Feuchtigkeit im Boden halten. Außerdem können die verrottenden Blätter als Dünger fungieren.
  2. Bepflanzung von Beeten mit insektenfreundlichen Pflanzen – In der Siedlung gibt es viel immergrünen Kirschlorbeer. Diese Pflanze ist allerdings für nektarsammelnde Insekten wenig hilfreich. Deshalb sollten abwechslungsreichere Pflanzen mit mehr Blüten gepflanzt werden, wie zum Beispiel Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren oder Stauden.
  3. Bewuchs zwischen Pflastersteinen zulassen – Feuerwehrzufahrten sind mit Sicker- oder Rasenpflaster bebaut. Zwischen den Steinen sollen Gräser und Kräuter wachsen dürfen, um Kleinstlebewesen „Wohnraum“ anzubieten und chemische Unkrautbekämpfung einzusparen.
  4. Begrünung – An vielen Stellen sollen Rank- und andere Pflanzen gepflanzt werden: an den Fassaden, an den Mülltonnenhäusschen und dem Parkhaus.
  5. Regenwassernutzung zur Bewässerung der Pflanzen – Verschiedene Auffangbehälter für Regenwasser sollen montiert werden. Das Wasser soll den Garten- und Bepflanzungsprojekten zugeführt werden.

Und wer zahlt für die Klimaschutz-Maßnahmen?

Zumindest ein Teil der Kosten könnte durch öffentliche Förderprogramme finanziert werden. Wer sich für die Details der Maßnahmen oder auch für die Fördermöglichkeiten interessiert, findet weitere Informationen auf der Website des Projekts.

Ausführliches Interview mit Anwohnerin der Autofreien Siedlung

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(cli)