Klima-Endspiel

Neue Studie - so gefährlich ist unsere Unwissenheit

von Amelie von Kruedener

Klimakatastrophe
Das "Climate-Endgame" ist kein Szenario, das wir erleben wollen - Forschende warnen, dass unsere Unwissenheit gefährlich ist.

Da fehlt noch was. Die letzten Meter wurden einfach nicht genug durchdacht, es wurde "gefährlich wenig erforscht". Forschende sprechen sich für eine neue "Klima-Endspiel-Agenda" aus. Ihr Argument: Es wurde bisher viel zu wenig getan, um zu verstehen, was durch die steigende Temperaturen wirklich passieren kann.

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Nicht hingucken ist ein katastrophales Risiko

Was ich nicht sehe, kann auch nicht sein. So machen es eigentlich nur die kleinen Kinder, wenn sie sich die Hände vor die Augen halten. Die Untätigkeit, sich mit den Auswirkungen zu beschäftigen, könnte ein "katastrophales" Risiko für die Gesellschaft und die Menschheit darstellen - etwa wenn der Temperaturanstieg drastischer ausfällt als von vielen vorhergesagt oder wenn bisher unberücksichtigte Ereignissen auslöst würden - oder sogar beides, so die Studie „Climate Endgame“ der Universität Cambridge.

Je mehr wir wissen, desto größer die Sorge

Die Welt sollte sich auf Möglichkeit eines "Klima-Endspiels" einstellen, so die Autoren: Eine Bewertung der Katastrophenrisiken sei notwendig, um eine Chance zu haben, sie zu verhindern.

Die unumkehrbaren und potenziell katastrophale Risiken, die durch den vom Menschen verursachten Klimawandel verursacht werden, müssen eingeplant werden – so die klare und warnende Aussage der Studie. „Wenn es einen roten Faden in der Wissenschaft der letzten 30 Jahre gibt, dann ist es dieser: Je mehr wir darüber lernen, wie unser Planet funktioniert, desto mehr Grund zur Sorge gibt es", erklärt Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und einer der Autoren der Studie.

Wir müssen die Katastrophe durchrechnen, um sie zu verhindern

"Kipppunkte rücken näher, nicht nur, weil wir immer mehr klimaschädliche Treibhausgase ausstoßen, sondern auch, weil wir zunehmend verstehen, dass unser Planet anfälliger ist.“

Der hochkomplexe Organismus mit Rückkopplungen und Wechselwirkungen, könnte sich ganz plötzlich von Abkühlung auf Erwärmung umstellen. Das Absterben des Amazonas und das beschleunigte Abschmelzen des Grönlandeises sind perfekte Beispiele. Gerade noch wirken sie als CO2-Senker, dann könnten aber auch zu gefährlichen Quellen weiterer Erwärmung werden.

Es reicht eben nicht, nur Mittelwerte zu betrachten, wir müssen „ nichtlineare extreme Risiken einkalkulieren“, so die Experten. „Die Mathematik der Katastrophe durchzurechnen könnte der Schlüssel dazu sein, sie zu vermeiden."

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(avo)