Frühling, ick hör dir trapsen

20 Grad-Marke rückt näher, aber Nachtfrost hält noch dagegen

von Björn Alexander und Carlo Pfaff

In Anlehnung an die trapsende Nachtigall - übrigens ein Zugvogel, der den Winter in den Subtropen Afrikas verbringt - lassen wir heute mal ein bisschen den Lenz einkehren. Denn trotz der spätwinterlichen Brise über Deutschland können wir langsam aber sicher auch mal auf den Frühling blicken, der seine Gehversuche fortsetzt - die 20-Grad-Marke fest im Blick.

Oben im Video: So entwickeln sich die Temperaturen in den nächsten zwei Wochen

Die Ausgangslage: MARTIN und NOE machen uns zu Sonnensiegern

Gleich zwei Hochs hat RTL-Meteorologe Carlo Pfaff heute auf den Wetterkarten zu präsentieren: „Hoch MARTIN, das sich mit seinem Zentrum über Deutschland ostwärts bewegt sowie Hoch NOE, das über Skandinavien und dem Baltikum liegt.” Diese Kombination bringe uns aktuell über Deutschland mit oft 9 bis 11 Sonnenstunden in den Bereich der maximal möglichen Sonnenausbeute. Wenn da nur nicht immer dieser kalte Ostwind wäre. Doch Pfaff hat fürs Frühlingsfeeling noch die ein oder andere Information parat, verweist aber zuvor noch darauf, dass man sich bereits jetzt vor der zum Teil intensiven Sonnenstrahlung schützen sollte.

Vorsicht bei empfindlichen Hauttypen

Die Deutschlandkarte zeigt, dass die UV-Werte in Deutschland aktuell schon bei 3 bis 5 liegen - eine mittlere bis hohe Sonnenbrandgefahr
Die Sonnenbrandgefahr ist auch im März schon erhöht

Die Sonnenbrandgefahr sei laut Pfaff - auch jetzt in der ersten Märzhälfte - nicht zu vernachlässigen. Das gelte besonders für empfindliche Hauttypen sowie generell für Kinder. „In der klaren und frischen Luft kann die Sonnenstrahlung recht ungehindert zu uns gelangen. Damit liegt die UV-Strahlung verbreitet bei 3 bis 4, im Bergland auch bei 5 oder 6. Das ist eine mittlere, zum Teil sogar schon hohe Belastung und die Sonnenbrandgefahr ist entsprechend erhöht”, erläutert der Meteorologe.

Prognose Deutschland und weltweit: Wetterdaten und -vorhersagen für die Sonne und die UV-Werte

Im Westen klopft der Frühling jetzt zuerst an

Die Deutschlandkarte mit den Höchstwerten - am Donnerstag sind im Westen 15 bis 17 Grad möglich
Die Temperaturen erreichen vorerst einmal im Westen die höchsten Werte

Während es im Osten Deutschlands wohl noch längere Zeit dauert bis es endlich spürbar wärmer wird, scheint es im Westen unseres Landes deutlich schneller aufwärts zu gehen. Carlo Pfaff: „Bereits am Donnerstag klettern die Temperaturen am Rhein und seinen Nebenflüssen mit Sonnenunterstützung locker auf 14 bis 17 Grad. Und auch der Freitag und das Wochenende lassen am Rhein Spitzenwerte von um die 13 bis 15 Grad zu. Dementsprechend verlaufen die Nächte verlaufen vom Rheinland bis rauf zur Nordsee ab Freitag auch immer öfter frostfrei.”

Der Osten muss noch länger bibbern

Die Deutschlandtemperaturen gehen am Wochenende mit einem teils lebehaften Südostwind wieder etwas zurück.
Das Wochenende bringt bei den Temperaturen erst einmal wieder einen Dämpfer für den Frühling

Weiter ostwärts ist der Weg in Frühling mit 15 Grad oder mehr noch ein längerer. Zum Teil sieht Pfaff nach wie vor einen grimmig kalten Wind aus östlichen bis südöstlichen Richtungen: „Am Freitag und Samstag drückt der teilweise lebhafte Wind nochmals einen Schwall Kaltluft heran. Nach einem Mini-Aufwärtstrend zuvor, sind damit im Osten erneut einstellige Höchstwerte und weitere Frostnächte zu erwarten.” Doch aufzuhalten sei der Frühling natürlich nicht.

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Deutlicher Aufwärtstrend - nächste Woche 20 Grad möglich

Die Deutschlandvorhersage für die Temperaturen nächste Woche Mittwoch - 20 Grad kommt im Westen immer näher - der Frühling erwacht immer mehr.
Nach der Sonne will es auch die Wärme wissen - ein eindeutiger Aufwärtstrend

In der kommenden Woche klopft der Lenz mal so richtig aufs Holz, was Pfaff wiederum so beschreibt: „Mit jedem Tag lassen die Wettercomputer die Wärme in ihren aktuellen Prognosen ein bisschen weiter ostwärts vorankommen. Wenn alles gut läuft, dann erwarten uns nächste Woche Mittwoch verbreitet Höchstwerte zwischen 14 und 17, im Westen und Südwesten sogar zwischen 17 und 20 Grad.” Inklusive einer abnehmenden Frostgefahr in den Nächten.

Die Frostgefahr wird in Deutschland zur Monatsmitte immer geringer - ein eindeutiger Trend zu mehr Frühlingsgefühlen.
Wettertrend zur Monatsmitte - der Nachtfrost zieht sich schrittweise ins Bergland zurück

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(bal)